Investieren wie Peter Lynch - So geht's
30.11.2020 Emil Jusifov

Alphabet-Tochter DeepMind: Das ist der Durchbruch im KI-Markt

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Alphabet

Es steht außer Frage, dass die Künstliche Intelligenz (KI) sich auf dem Vormarsch befindet und schon bald viele Aufgaben übernehmen wird, für die heute noch eine menschliche Arbeitskraft notwendig ist. Auf besondere Erfolge im Bereich KI kann dabei das zu Alphabet gehörende Unternehmen DeepMind verweisen.

Die Kenntnis der Proteinstruktur hat für die Forschung von Medizin bis zum Bioengineering eine sehr hohe Bedeutung. Doch die Vorhersage über die Proteinstruktur stellte seit über 50 Jahren ein ungelöstes Problem für die Wissenschaft dar. Nun hat das Unternehmen DeepMind eine KI-Anwendung präsentiert, der die Prognose zur Proteinstruktur mit hoher Genauigkeit gelingt.

Laut John Moult, dem Biologen an der University of Maryland, ist es ist die erste Anwendung künstlicher Intelligenz, "die ein ernsthaftes Problem gelöst habe".

Am Anfang war das Schachspiel

DeepMind sorgte bereits einige Jahre zuvor für großes Aufsehen, indem es mit AlphaZero ein selbstlernendes Schachprogramm entwickelte, dass die bis dahin stärkste Schach-Engine Stockfish förmlich an die Wand spielte.

Später kam das Programm AlphaGo auf den Markt, das den Weltmeister im Go besiegte. Nun gelang es der Alphabet-Tochter also die erste Anwendung zu entwickeln, die ein hochrelevantes Problem aus der Industrie lösen konnte.

Alphabet (WKN: A14Y6F)

Die starke Positonierung von Alphabet auf dem KI-Markt stimmt für die Zukunft des Konzerns sehr hoffnungsvoll. Neben dem Entwickler von Roboterfahrzeugen Waymo hat Alphabet mit Deep Mind einen zweiten Trumpf im KI-Markt in der Hand. Aufgrund der hohen Zukunftsrelevanz von KI, baut sich Alphabet neben den Erlösen im Online-Werbegeschäft ein weiteres Standbein im KI-Markt auf.

Investierte lassen die Gewinne laufen. Neueinsteiger können jederzeit zugreifen.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:
Der Autor Emil Jusifov hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Alphabet.

Buchtipp: Die Facebook-Gefahr

Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

Autoren: McNamee, Roger
Seitenanzahl: 400
Erscheinungstermin: 21.11.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-662-2