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18.06.2021 Benedikt Kaufmann

Adobe nach Q2-Zahlen: Einfach mächtig!

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Adobe Systems

Adobe hat im zweiten Quartal erneut abgeliefert und Zahlen veröffentlicht, die über den Erwartungen der Analysten lagen. Im nachbörslichen Handel lieferte die Software-Aktie dann auch gleich die passende Reaktion: Adobe stieg um 2,7 Prozent.

Starke Umsatzentwicklung in allen Segmenten

Der Umsatz von Adobe legte im zweiten Quartal 23 Prozent auf 3,84 Milliarden Dollar zu, bei Gewinnen je Aktie von 3,03 Dollar. Damit hat der Software-Konzern sowohl die eigenen Schätzungen als auch die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Wall-Street-Experten rechneten nur mit einem Umsatz von 3,73 Milliarden Dollar bei Gewinnen je Aktie von 2,82 Dollar.

Die Stärke zog sich dabei durch jedes Segment. Die Sparte „Digital Media“ verbesserte sich um 25 Prozent auf 2,79 Milliarden Dollar. Hier legte das Kerngeschäft rund um die bekannten Software-Angebote Photoshop oder Premiere satte 24 Prozent zu und konnte auch im Mobile-Bereich weiterwachsen.

In der Sparte „Digital Experience“ legten die Erlöse 21 Prozent auf 938 Millionen Dollar zu und konnte damit die einstelligen Zuwachsraten aus den Vorquartalen kräftig übersteigen. Die Software-Angebote rund um E-Commerce, Werbeinhalte und Marketing-Analysten konnte kräftig vom anhaltenden E-Commerce-Trend profitieren, obwohl die Konkurrenz im „Customer-Experience-Management“-Markt deutlich zugenommen hat.

Adobe Überblick über das Q2/2021

Operativ hervorragend

Beeindruckend bleiben bei Adobe die operativen Kennzahlen, welche auch dank der im Homeoffice arbeitenden Angestellten erzielt wurden. Der operative Gewinn legte um 38 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar zu. Der operative Cashflow kletterte von 1,19 Milliarden im Vorjahresquartal auf 1,99 Milliarden Dollar. Hiervon bleibt dann genug übrig, um mit Aktienrückkäufen in Höhe von 2,1 Millionen Anteilen die Kurse zu stützen.

Stabiler Ausblick

Auch die Prognose für das dritte Quartal kann überzeugen. Das Management rechnet mit Umsätzen von 3,88 Milliarden Dollar bei Gewinnen je Aktie von 3,00 Dollar. Analysten hatten nur einen Umsatz von 3,83 Milliarden Dollar bei einem Gewinn je Aktie von 2,89 Dollar erwartet.

Adobe bleibt bei der Software für Digitalschaffende Quasi-Monopolist und kann gleichzeitig noch immer kräftig wachsen. Die Bewertung der Aktie mit einem 22er-KGV von 40 und einem 22er-KUV von 14,9 ist zwar eine Hausnummer – doch nur wenige in der Peergroup weisen einen derart starken Cashflow auf. Die Gelddruckmaschine Adobe bleibt daher eine Long-Empfehlung, Kursziel 500 Euro.

Adobe Systems (WKN: 871981)