Bei Thyssenkrupp nimmt der Konzernumbau weiter Fahrt auf. Die Aktionäre haben der Verselbstständigung von tk accelis zugestimmt. Noch in diesem Jahr soll der Werkstoffhändler an die Börse kommen. Die Aussicht auf die Hebung stiller Reserven treibt auch die Thyssenkrupp-Aktie an – sie notiert so hoch wie seit 2018 nicht mehr.
Im Zuge der Transaktion sollen 49 Prozent der Anteile an der künftigen tk accelis Group direkt auf die Aktionäre von Thyssenkrupp übertragen werden. Für jeweils 20 Thyssenkrupp-Aktien erhalten Anleger eine Aktie von tk accelis. Der Industriekonzern selbst behält 51 Prozent und damit die Mehrheit. Die Börsennotierung im Prime Standard in Frankfurt ist noch für das laufende Jahr vorgesehen.
Stille Reserven im Fokus
Mit dem Börsengang erhält tk accelis erstmals einen eigenen Kapitalmarktwert. Genau das macht die Transaktion aus Anlegersicht interessant: Bislang ist der Wert des Geschäfts im Thyssenkrupp-Konzern gebunden. Die separate Notierung dürfte diesen sichtbarer machen und damit stille Reserven heben.
Operativ bringt tk accelis eine solide Basis mit. Im Geschäftsjahr 2024/25 erzielte die Sparte 11,4 Milliarden Euro Umsatz und ein bereinigtes operatives Ergebnis von 132 Millionen Euro. Im zweiten Quartal 2025/26 stieg das bereinigte operative Ergebnis sogar um 179 Prozent auf 81 Millionen Euro.
Kaufsignal geglückt.
An der Börse kommt der Umbau weiter gut an. Die Thyssenkrupp-Aktie ist auf den höchsten Stand seit 2018 gestiegen und hat damit ein starkes charttechnisches Kaufsignal geliefert. Die nächsten Widerstände warten nun im Bereich zwischen 14,60 und 15,20 Euro.
DER AKTIONÄR sieht in der Abspaltung einen wichtigen Schritt, um verborgene Werte im Konzern sichtbar zu machen. Das Kursziel der laufenden Empfehlung liegt bei 15,00 Euro und damit mitten in der nächsten Widerstandszone. Investierte Anleger bleiben dabei.
Heute, 14:05
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