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NSE‑Börsengang: Indiens Börse fast doppelt so teuer wie Nasdaq

NSE‑Börsengang: Indiens Börse fast doppelt so teuer wie Nasdaq
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Ingo Nix Heute, 07:50 Ingo Nix
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Indiens größte Börse geht selbst an die Börse – und die Profis reißen sich um die Aktien. Der Börsengang der National Stock Exchange (NSE) war zum Ende der Zeichnungsfrist am Montag 5,7-fach überzeichnet. Mit 225,62 Milliarden Rupien (2,05 Milliarden Euro) ist es die größte Emission Indiens in diesem Jahr. Weil sich eine Börse nicht selbst zulassen darf, startet die Aktie beim Rivalen BSE. Die 1875 gegründete Bombay Stock Exchange ist Asiens älteste Börse und notiert ihrerseits seit 2017 an der NSE.

NSE: Monopol mit Aufpreis

Laut Regierung stieg der Anteil von Aktien und Fonds an der jährlichen Ersparnis der Haushalte von zwei Prozent im Geschäftsjahr 2011/12 auf 15,2 Prozent 2024/25. Daran verdient die NSE mit: Sie wickelt 93 Prozent des Kassahandels und nahezu den gesamten Handel mit Aktien-Futures ab. Diese Stellung hat ihren Preis. Beim Ausgabepreis von 1.785 Rupien (16,2 Euro) zahlen Anleger das 43-Fache des Gewinns aus dem Geschäftsjahr bis März 2026. Die US-Börsenbetreiber Nasdaq und Intercontinental Exchange, Mutter der NYSE, kommen auf ein KGV von 24 und 22. Mit dem Börsengang haben sie nichts zu tun, sie sind selbst börsennotiert und dienen nur als Maßstab. Der Rivale BSE ist mit einem KGV um 50 noch teurer.

Nasdaq, Inc. (WKN: 813516)

Einen eigenen Chart hat die NSE erst ab Donnerstag, die erste Marke setzt dann der Ausgabepreis. Die US-Nasdaq-Aktie notiert mit zuletzt 94,7 Dollar rund sieben Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von rund 102 Dollar, das zugleich den nächsten Widerstand markiert. Unterstützung bietet die 200-Tage-Linie bei rund 90,6 Dollar.

Indien ist mit dem Börsengang auf dem Weg, den sein großer Nachbar längst gegangen ist. Auch in China sind die Börsen seit Jahrzehnten Motor für Tech-Konzerne, die heute bei Künstlicher Intelligenz und Chips um die Weltspitze ringen – oft zu deutlich niedrigeren Bewertungen als in Mumbai. 

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