Der Goldpreis hat in den vergangenen Monaten eine beeindruckende Rally hingelegt. Doch aus Sicht eines milliardenschweren Brancheninsiders ist das noch lange nicht das Ende. Geopolitische Spannungen, Zinsunsicherheit und hohe Nachfrage nach sicheren Anlagen dürften das Edelmetall weiter antreiben.
Geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten könnten den Goldpreis noch Jahre nach oben treiben. Das glaubt zumindest Joy Alukkas, Gründer der Joyalukkas Group und einer der größten Schmuckhändler der Welt.
„Wenn es Spannungen gibt, flüchten die Menschen in Gold“, sagte der indische Milliardär in Dubai. Kurzfristige Ausschläge seien zwar möglich, doch der Trend bleibe aus seiner Sicht klar: „In den nächsten zwei bis drei Jahren sehe ich keine echte Korrektur, solange sich die globale Lage – besonders bei der US-Wirtschaft und der Geopolitik – nicht deutlich verbessert.“
Alukkas weiß, wovon er spricht. Seine Joyalukkas-Gruppe betreibt fast zweihundert Filialen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Indien, den USA und weiteren Ländern. In den Lagern liegen rund sechzehntausend Kilogramm Gold – in Form von Barren und Schmuck.
Steigt der Goldpreis, erhöht sich automatisch der Wert dieser Bestände, die teilweise über Jahrzehnte aufgebaut wurden. Schwankungen von zehn bis zwanzig Prozent kann das Unternehmen deshalb vergleichsweise gelassen hinnehmen. Allerdings hat die Rally auch eine Kehrseite: „Das Working Capital steigt. Jede neue Lieferung kostet deutlich mehr“, so Alukkas.
Der Goldpreis hat bereits eine massive Rally hinter sich. Binnen eines Jahres legte das Edelmetall um mehr als fünfundsiebzig Prozent zu und markierte im Januar ein Rekordhoch. Zeitweise stieg der Preis zuletzt bis in die Nähe von 5.200 Dollar je Feinunze.
Gleichzeitig beobachtet der Unternehmer eine wachsende Nachfrage nach Anlageprodukten wie Goldbarren und Münzen. Auch kleine Silberbarren würden zunehmend als Investment gekauft.
Solange Unsicherheit über Zinsen, Inflation und geopolitische Konflikte anhält, bleiben Gold gefragt. Kurzfristige Rücksetzer sind möglich – langfristig zeigt der Trend jedoch weiter nach oben.
DER AKTIONÄR sieht die übergeordnete Richtung bei Gold unverändert klar nach oben zeigen. Auch die Minenaktien dürften sich im Zuge steigender Edelmetallpreise wieder erholen.
Wer breit gestreut auf den Edelmetall-Sektor setzen will, liegt beim Best of Gold Miners Index des AKTIONÄR richtig. Kinross Gold, Agnico Eagle Mines und Endeavour Mining zählen hier zu den größten Positionen. Alle wichtigen Infos dazu finden Sie hier. Mehr Informationen zu den Edelmetallmärkten gibt es bei Goldfolio – dem Börsendienst für Gold- und Silberaktien.
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Heute, 20:15