Der DAX bleibt im Rally-Modus: Nach einem Anstieg von mehr als fünf Prozent innerhalb von zwei Handelswochen hat der deutsche Leitindex am Donnerstag eine neue Bestmarke erreicht. Am Vormittag kletterte er bis auf 26.654 Punkte. Gleich mehrere Faktoren sorgen für Rückenwind – und machen Hoffnung auf weitere Kursgewinne.
1. Sinkende Renditen geben Rückenwind
Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ist auf 3,27 Prozent gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit Ende August. Auch in den USA ging es abwärts: US-Staatsanleihen waren gefragt, die Rendite zehnjähriger Treasuries sank auf rund 4,85 Prozent. Das reduziert den Konkurrenzdruck für Aktien und nimmt den Zinssorgen etwas Wind aus den Segeln.
2. Demokraten gewinnen die Midterms
In den USA haben die Demokraten sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus die Mehrheit errungen. Anleger setzen darauf, dass die Opposition den politischen Handlungsspielraum von Präsident Donald Trump begrenzt. Das könnte auch den Druck erhöhen, eine Lösung im Iran-Konflikt zu finden. Die US-Börsen reagierten mit deutlichen Gewinnen.
3. Hoffnung auf Entspannung in Iran und Ukraine
Die Kriege bleiben ein entscheidender Faktor. Im Iran-Konflikt sorgen diplomatische Signale für Hoffnung. Brent-Öl fiel zeitweise auf rund 94 Dollar je Barrel. Ende Oktober waren noch mehr als 115 Dollar fällig. Günstigere Energie reduziert die Inflationsgefahr und entlastet Unternehmen.
Auch im Ukraine-Krieg gibt es neue diplomatische Bemühungen. Vertreter der USA, der Ukraine, Russlands und europäischer Staaten wollen am 10. und 11. November in Abu Dhabi erneut über ein Ende des Krieges beraten. Allerdings gehen die Kämpfe weiter: Russische Angriffe haben zuletzt erneut die ukrainische Energieinfrastruktur getroffen. Von einem Durchbruch ist die Diplomatie noch weit entfernt.
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