8 Aktien mit maximalem OHO-Effekt
15.09.2020 Andreas Deutsch

DAX: Alles wartet auf die Fed

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DAX

Die Stimmung unter den Anlegern ist am Dienstag am deutschen Aktienmarkt gedämpft geblieben. Auch gute Konjunkturdaten konnten den DAX vor dem am Mittwoch erwarteten US-Zinsentscheid nicht groß antreiben. Der deutsche Leitindex ging aber immerhin 0,2 Prozent höher bei 13.217,67 Punkten aus dem Handel.

Vor der Sitzung der Fed am Mittwoch hielten sich die Anleger mit weiteren Aktienkäufen eher zurück. Als Stütze galten gute Wirtschaftsdaten aus China und Deutschland. Hierzulande hatten sich die Konjunkturerwartungen der Finanzexperten aufgehellt. Laut Volkswirt Ulrich Wortberg von der Helaba legte der ZEW-Index eine kräftige Erholung der Wirtschaft im dritten Quartal nahe. Höher lag der Indikator zuletzt im Jahr 2000.

Die Aktie von Bayer setzten sich mit 2,7 Prozent Plus an die DAX-Spitze. Der Chemie- und Pharmakonzern hatte in der Vorwoche mitgeteilt, dass man im US-Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichter-Wirkstoffs Glyphosat auf einen erneuerten Kompromiss zusteuert.

Nun stützen Gerichtsunterlagen diese Darstellung, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag berichtete. Außerdem baute der Konzern sein Portfolio an Krebsmedikamenten mit einer neuen Lizenzvereinbarung aus.

Eine Kaufempfehlung der Investmentbank Mainfirst ließ die Aktien von HeidelbergCement um 1,5 Prozent steigen. Nach Einschätzung von Analyst Tobias Wörner sollte eine längerfristig schwache Kursentwicklung bei den Papieren des Zementkonzerns unter anderem wegen dessen Restrukturierungen der Vergangenheit angehören.

DAX (WKN: 846900)

Abwärts ging es mit der Aktie der Deutschen Bank. Der Titel verlor 2,4 Prozent. Vor dem Fed-Entscheid folgten sie damit ohne einen individuellen Kurstreiber der europaweit schwächeren Tendenz im Bankensektor. Auch für die Aktien der Commerzbank und der Aareal Bank ging es im MDAX um bis zu 2,5 Prozent bergab.

(Mit Material von dpa-AFX)

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