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20.12.2021 Nikolas Kessler

Bitcoin braucht ein „kleines Wunder“

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Bitcoin

Der Bitcoin hat in diesem Jahr fast 60 Prozent zugelegt und damit wieder einmal deutlich besser performt als alle großen Aktien-Indizes. Eingefleischten Kryptofans ist das freilich zu wenig – sie hatten sich den Ausbruch über die 100.000-Dollar-Marke noch vor Jahresfrist erträumt. Doch die Chancen darauf schwinden von Tag zu Tag.

Das vierte Quartal läuft traditionell stark für den Bitcoin – rund 118 Prozent hat er nach Daten von Bloomberg in den letzten zehn Jahren durchschnittlich zugelegt. In diesem Jahr scheint die Jahresendrally allerdings auszufallen. Zwar hatte die digitale Leitwährung Anfang November bei rund 68.800 Dollar ein neues Allzeithoch markiert, seitdem ist sie allerdings um ein Drittel zurückgekommen. Wenige Tage vor dem Jahres- und Quartalsende kommt sie damit auf ein vergleichsweise mageres Plus von 5,9 Prozent seit Anfang Oktober.

Dass der Bitcoin heute rund 58,3 Prozent höher steht als zu Jahresbeginn, ist für die meisten Fans und Investoren nur ein schwacher Trost. Nach dem starken Lauf zwischen Ende September und Anfang November hatten sie bereits von sechsstelligen Kursen geträumt. Doch das Break der 100.000-Dollar-Schallmauer ist durch den aktuellen Rücksetzer wieder weiter in die Ferne gerückt.

Weihnachtswunder beim Bitcoin?

Selbst Krypto-Trader PlanB – ein Bitcoin-Bulle vor dem Herrn – zweifelt daran, dass es dieses Jahr noch klappt. „Bitcoin braucht ein kleines Wunder für 100K bis Weihnachten“, schrieb er bei Twitter. Sein Stock-to-Flow-Modell (S2F) stellt er deswegen aber nicht in Frage, im Gegenteil: Als er das Modell im März 2019 erstmals veröffentlicht hatte, habe der Bitcoin unterhalb von 4.000 Dollar und damit auch am unteren Ende der berechneten Range gestanden – genau wie heute.

Statt der 100.000er- steht zunächst aber erst wieder die 50.000er-Marke im Fokus, die es auf dem Weg nach oben zurückzuerobern gilt. Denn aktuell ringt der Bitcoin im Bereich von 47.000 Dollar mit dem gleitenden 1-Jahres-Durchschnitt, berichtet des Branchenportal Cointelegraph. Historisch betrachtet sei dieser ein wichtiger Wendepunkt zwischen Bullen- und Bärenmarkt, so Philip Swift vom Datenanbieter Look Into Bitcoin.

Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

Für den Sprung über 100.000 Dollar müsste sich der Bitcoin vom aktuellen Niveau aus mehr als verdoppeln. Bis zum Jahresende ist das selbst für die volatile Kryptowährung ein (zu) ambitioniertes Ziel, doch mittelfristig bleibt diese Marke der absolute Fixpunkt für die Kryptowährung. DER AKTIONÄR hält den Durchbruch in den nächsten Monaten für realistisch und bestätigt die langfristige Kaufempfehlung. 

Hinweis auf Interessenskollision:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Autor Nikolas Kessler ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.

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