Einstiegschance – bei diesen 11 Top-Aktien
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01.05.2022 Nikolas Kessler

Bitcoin als Altersvorsorge? Die Politik äußert "schlimmste Befürchtungen"

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Bitcoin

Fidelity Investments, einer der größte Anbieter von Pensionssparplänen der USA, will Arbeitnehmern in den USA eine Möglichkeit bieten, einen Teil ihrer privaten Altersvorsorge in Bitcoin zu investieren (DER AKTIONÄR berichtete). Während Kryptofans applaudieren, kommt von den Aufsichtsbehörden deutliche Kritik.

Ali Khawar, der stellvertretende Sekretär der Employee Benefits Security Administration im US-Arbeitsministerium äußerte im Interview mit dem Wall Street Journal (WSJ) „schlimmste Befürchtungen“ hinsichtlich der Pläne von Fidelity. Geht es nach dem Unternehmen, sollen Arbeitnehmer nämlich bereits im Sommer dieses Jahres bis zu 20 Prozent ihrer privaten Altersvorsorge im Rahmen der sogenannten 401(k)-Pläne auch in Bitcoin anlegen können.

Das Ministerium hatte sich bereits im März kritisch zur einer möglichen Öffnung der Rentensparplan-Anbieter für Krypto-Investments geäußert und unter anderem die enorme Volatilität sowie den Mangel an allgemein anerkannten Bewertungskriterien für Bitcoin und Co moniert.

Diese Bedenken hat Khawar nun erneuert und überdies darauf verwiesen, dass Sparer nun aus lediglich aus Angst, etwas zu verpassen, auf den Zug aufspringen könnten – ohne sich der Risiken vollständig bewusst zu sein.

„Für den durchschnittlichen Amerikaner ist der Bedarf an finanzieller Vorsorge fürs Alter erheblich“, sagte Khawar. Es gehe dabei nicht um Millionäre und Milliardäre, die später „tonnenweise andere Vermögenswerte abschöpfen“ können.

Kein Verbot, aber…

Ein grundsätzliches Verbot von Krypto-Investments im Rahmen der 401(k)-Pläne wolle seine Behörde derzeit nicht, so der Khawar gegenüber dem WSJ. Es soll jedoch in Kürze ein Gespräch mit Vertretern von Fidelity über die genannten Streitpunkte geben.

Unternehmen, die Kryptowährungen in ihren Vorsorgeplänen anbieten, müssen sich laut der Handlungsempfehlung auf dem März zudem auf eine Befragung einstellen, „wie sie ihre Handlungen angesichts der Risiken mit ihren Pflichten zur Vorsicht und Loyalität in Einklang bringen können“.

Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

Der Bitcoin ist hochvolatil, daran lässt der aktuelle Rücksetzer um rund 43 Prozent vom Anfang November 2021 erreichten Allzeithoch bei rund 69.000 Dollar kaum Zweifel aufkommen. 20 Prozent der privaten Altersvorsorge in die Digitalwährung zu investieren, ist daher ein durchaus riskantes Unterfangen.

Nach Einschätzung des AKTIONÄR spricht jedoch nichts dagegen, wenn risikobereite Anleger einen kleinen Teil ihres Depotwerts in ein langfristiges Bitcoin-Engagement zu stecken. Vorübergehende Schwächephasen wie die aktuelle haben sich dabei in der Vergangenheit stets als Einstiegschancen erwiesen. Anleger sollten aber die zweifelsohne vorhandenen Risiken im Kopf behalten.

Hinweis auf Interessenskollision:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Der Chefredakteur der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Leon Müller, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.   

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