Der Bitcoin hat am Dienstag erneut deutlich nachgegeben. Erstmals seit Anfang April ist er wieder unter die Marke von 70.000 Dollar gerutscht. Zeitweise ging es bei der weltweit bekanntesten Kryptowährung sogar bis unter 67.000 Dollar. Noch am Morgen hatte der Kurs oberhalb von 71.000 Dollar notiert.
Für zusätzliche Verunsicherung sorgt nach Einschätzung von Marktbeobachtern ein überraschender Schritt von Strategy, der am Montag bekannt wurde. Der größte institutionelle Bitcoin-Investor hat Kryptowährungen im Gegenwert von rund 2,5 Millionen Dollar verkauft. Es handelt sich um die erste Veräußerung seit dem Jahr 2022. Zwar fällt das Volumen vergleichsweise gering aus, doch Experten sehen vor allem die Signalwirkung kritisch. In einem ohnehin angespannten Marktumfeld könnten solche Nachrichten die Zurückhaltung vieler Anleger weiter verstärken.
Belastet wird die Stimmung zudem durch zahlreiche Unsicherheitsfaktoren. Neben Inflations- und Zinssorgen rückt auch die geopolitische Lage stärker in den Fokus. Im Konflikt rund um den Iran haben sich die Spannungen zuletzt verschärft. Teheran droht mit einem Abbruch der Gespräche mit den USA, während Präsident Donald Trump betont, die Verhandlungen würden zügig fortgesetzt. Die widersprüchlichen Signale erhöhen die Unsicherheit an den Finanzmärkten und bremsen die Risikobereitschaft der Investoren. Davon bleibt auch der Bitcoin nicht verschont, der als besonders risikoreiche Anlage gilt.
Gegenwind kommt darüber hinaus von den Erwartungen an die Geldpolitik. Höhere Energiepreise schüren die Sorge vor anziehender Inflation und könnten die Notenbanken zu einer restriktiveren Haltung veranlassen. Für die kommende Woche rechnen viele Marktteilnehmer mit einer Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank. Auch in den USA wird inzwischen nicht mehr mit einer Zinssenkung gerechnet, während weitere Zinsschritte nach oben im Jahresverlauf nicht ausgeschlossen werden. Steigende Zinsen gelten als Belastungsfaktor für den Bitcoin, da die Kryptowährung selbst keine laufenden Erträge abwirft.
Durch den jüngsten Kursrutsch hat der Bitcoin die Unterstützung im Bereich von 74.000 bis 75.000 Dollar nach unten durchbrochen. Solange diese nicht zurückerobert wird, dürfte die Kursrichtung in nächster Zeit abwärts sein. Eine wichtige Hürde stellt zudem die 200-Tage-Linie dar. An dieser war der Bitcoin zuletzt nach unten abgeprallt. Anleger bleiben derzeit an der Seitenlinie.
Durch den jüngsten Kursrutsch hat der Bitcoin die Unterstützung im Bereich von 74.000 bis 75.000 Dollar nach unten durchbrochen. Nun rücken die Tiefstände vom Februar bei unter 60.000 Dollar wieder in den Fokus. Erst eine Rückeroberung der angesprochenen Zone würde das charttechnische Bild wieder deutlicher aufhellen. Eine wichtige Hürde stellt zudem die 200-Tage-Linie dar. An dieser war der Bitcoin zuletzt nach unten abgeprallt. Anleger bleiben derzeit an der Seitenlinie.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Heute, 20:33