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Bitcoin: „Chance‑Risiko‑Verhältnis so gut wie nie zuvor“

Bitcoin: „Chance‑Risiko‑Verhältnis so gut wie nie zuvor“
Foto: Midjourney/BMAG_KI
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Philipp Schleu Heute, 08:15 Philipp Schleu

Die Panik weicht, doch von Euphorie fehlt jede Spur. Erstmals seit Wochen hat sich das wichtigste Stimmungsbarometer der Krypto-Branche aus dem tiefroten Bereich der „extremen Angst“ befreit. Der Markt sendet Lebenszeichen, auch wenn der Bitcoin weiter unter der psychologisch wichtigen Marke von 90.000 Dollar feststeckt.

Der „Fear & Greed Index“ kletterte am Freitagmorgen auf 28 Punkte – der höchste Stand seit dem 12. Dezember. Während Bitcoin bei rund 89.000 Dollar notierte, werten Analysten den Stimmungswechsel als erstes Signal einer Bodenbildung. Acht Wochen lang herrschte zuvor nackte Angst. Eine Durststrecke, die selbst den Crash vom April 2025 nach Trumps Zoll-Ankündigungen zeitlich in den Schatten stellt.

Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

Für Antizykliker ist das aktuelle Szenario laut Krypto-Unternehmer Brian Rose ein Kaufsignal: „Das Chancen-Risiko-Verhältnis ist so gut wie nie zuvor.“ Die Logik ist altbekannt: Wenn die Masse zittert, greifen Profis zu. Doch die Analyse-Plattform Santiment warnt vor verfrühter Party-Stimmung. Die Anleger gingen mit „gemischten Gefühlen“ ins Jahr 2026. Während Langzeit-Halter ihre Resilienz feiern, lecken viele Kleinanleger noch die Wunden der letzten Monate.

Dass die Risikoaversion weiterhin dominiert, belegen die technischen Indikatoren. Der „Altcoin Season Index“ von CoinMarketCap dümpelt bei mageren 23 von 100 Punkten. Das bedeutet: „Bitcoin Season“. Das Kapital flüchtet in die relative Sicherheit des Marktführers, statt in spekulative Nebenwerte zu rotieren.

Der Patient Krypto-Markt hat die Intensivstation verlassen, liegt aber noch auf der Überwachungsstation. Das Ende der „extremen Angst“ ist ein technischer Hoffnungsschimmer, mehr nicht. Solange Bitcoin die 94.000-Dollar-Hürde nicht dynamisch zurückerobert, bleibt die Lage fragil. Ein Neueinstieg drängt sich daher derzeit nicht auf.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.

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