Das noch junge Börsenjahr 2026 läuft bisher relativ gut für einige Aktien, die es in den Vorjahren eher schwer hatten. Zwei Titel, die bereits Ende 2025 allmählich Fahrt aufgenommen haben und nun weiter haussieren, sind Vestas und Verbio. Beide Aktien hieven damit auch den Energiewende Index des AKTIONÄR nach oben.
In diesem Index ist Verbio aktuell mit 24,7 Prozent das absolute Schwergewicht, danach folgt Vestas mit 16,9 Prozent. Außerdem sind noch Ørsted, Energiekontor, Linde, SolarEdge und Air Liquide vertreten.
Verbio profitiert aktuell von einer anziehenden Preisentwicklung der THG-Quote. Dadurch werden höhere Prämien gezahlt. "Durch die gesetzliche Erhöhung der Quote auf 12,1 Prozent und strengere Anforderungen an die Anrechenbarkeit sehen wir aktuell den prognostizierten starken Kursanstieg. Bei Marktpreisen von bereits über 250 Euro pro Tonne CO₂ (Stand Januar 2026) sind nun wieder THG-Prämien von bis zu 450 Euro möglich", berichtete vergangene Woche die Webseite emobility.energy. Der Preis der THG-Quote liegt damit wieder im Bereich der Werte aus dem Frühjahr 2023. Das Papier von Verbio rangierte zu diesem Zeitpunkt um die Marke von 40 Euro, was deutlich über dem derzeitigen Kursniveau von gut 24 Euro liegt. Mehr zu Verbio lesen Sie hier.
Indes wurden Verbandsangaben zufolge auf dem Kontinent an Land und auf See nach ersten Schätzungen im vergangenen Jahr Windräder mit einer Gesamtleistung von 17 bis 18 Gigawatt (GW) errichtet. "Das ist deutlich unterhalb dessen, was Europa braucht", hieß es vom Verband WindEurope. Schon im September hatte der Industrieverband seine Prognose für 2025 von 22,5 GW auf 19 GW abgesenkt. Probleme seien etwa ein geringes Tempo bei der Elektrifizierung, Engpässe im Stromnetz sowie anhaltende Genehmigungsprobleme, hatte es geheißen. Bis 2030 sollen erneuerbare Energien 42,5 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in der EU ausmachen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss unter anderem Windkraft deutlich ausgebaut werden.
Die zukünftige WindEurope-Geschäftsführerin Tinne van der Straeten ist dennoch optimistisch. "Es stimmt, dass wir hinterherhinken und die ursprünglich festgelegten Ziele noch nicht erreichen", sagt die ehemalige Energieministerin Belgiens. Mit den nationalen Vorhaben und Industrieakteuren, die Marktführer seien, sei die Branche aber insgesamt in einem guten Zustand. "Natürlich kann niemand garantieren, dass das Ziel erreicht wird, aber wir müssen darauf hinarbeiten", so van der Straeten. "Wenn man also kein klares Ziel hat, wird man niemals dorthin gelangen."
Die geopolitischen Unsicherheiten könnten dazu beitragen, die Windenergie voranzutreiben, sagt van der Straeten weiter. "In einer instabilen geopolitischen Welt müssen wir unsere Basis absichern." Das bedeute, jederzeit Zugang zu verlässlicher und bezahlbarer Energie zu haben. "Aktuell ist Europa noch sehr energiearm und stark von Importen fossiler Brennstoffe abhängig, wie Gas, LNG und Öl. Um dies durch saubere Quellen und Strom zu ersetzen, können wir die Windenergie an Land und auf See nutzen."
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Das zuvor eingetrübte Marktumfeld für verschiedene Spezialisten aus den Bereichen sauberer Energie hellt sich allmählich weiter auf. Dementsprechend kann beim Energiewende Index nach wie vor zugegriffen werden. So bietet sich für eher risikoscheue Anleger das Indexzertifikat mit der WKN DA0ABG an, Mutige können auch auf gehebelte Produkte setzen.
Hinweis auf Interessenskonflikte
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von den Emittenten Vergütungen.
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 09:19