Der Recovery Index wurde im März 2020 aufgelegt, um davon zu profitieren, wenn sich die Weltwirtschaft nach dem Corona-Schock wieder erholt. Dies ist definitiv gelungen. Der Index notiert bereits seit vielen Jahren deutlich über dem Startwert von 100 Punkten. Und zuletzt nahm er wieder Schwung auf, was auch an einer bestimmten Branche liegt.
Kurzzusammenfassung
- Der Recovery Index profitiert weiterhin von der wirtschaftlichen Erholung, zuletzt insbesondere durch den Luftfahrtsektor.
- Eine mögliche Übernahme von Easyjet durch Castlelake für 5,2 Milliarden Pfund treibt die Aktie deutlich nach oben.
- Neben Airlines umfasst der Recovery Index auch Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Tourismus und Kreuzfahrten.
So konnten zuletzt die Aktien der im Zuge des Iran-Kriegs etwas gebeutelten Airlines Lufthansa und Ryanair wieder deutlich zulegen. Die beiden profitierten in den vergangenen Wochen bereits von den wieder sinkenden Ölpreisen sowie einer allgemein besseren Stimmung in der Luftfahrtbranche. Und nun sorgten die jüngsten Übernahme-Offerten für den britischen Billigflieger Easyjet für weiteren Schwung. Heute lief die Meldung über die Ticker, dass der Easyjet-Vorstand nun dem fünften Angebot "im Grundsatz" zugestimmt hat. Damit könnte die Airline für nun 5,2 Milliarden Pfund (umgerechnet etwa 6,1 Milliarden Euro) an den Finanzinvestor Castlelake gehen. Dieser würde dann 6,90 Britische Pfund je Aktie auf den Tisch legen. Zum Vergleich: Zunächst wollten die Amerikaner für die Billigfluglinie lediglich 5,60 Pfund bezahlen. Die Übernahme könnte allerdings noch scheitern. Castlelake hat zunächst bis zum 5. August Zeit, eine verbindliche Übernahme-Offerte vorzulegen.
Die Easyjet-Anteile sprangen am heutigen Montag bereits um satte zehn Prozent nach oben und damit auf den höchsten Stand seit 2022. Auch mit den Aktienkursen von Lufthansa und Ryanair geht es weiter nach oben.
Neben den beiden Fluggesellschaften befinden sich auch US-Größen wie etwa Apple, Visa oder Nike im Recovery Index. Darüber hinaus auch Touristiktitel wie etwa Wynn Resorts, Norwegian Cruise Line oder Royal Caribbean Group. Wer noch alles im Index vertreten ist, erfahren Sie hier.
Im Recovery Index ist ein bunter Mix an aktuell sehr stark aufgestellten Unternehmen vertreten. Wer darauf spekulieren will, dass sich der jüngste Aufwärtstrend noch weiter fortsetzen wird, kann auf verschiedene Hebelprodukte setzen.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
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Heute, 12:50