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Schlussglocke Wall Street: US‑Indizes erneut uneinheitlich – Chip‑Aktien knicken ein

Schlussglocke Wall Street: US‑Indizes erneut uneinheitlich – Chip‑Aktien knicken ein
Micron Technology Inc. -%
Michael Diertl Heute, 22:30 Michael Diertl

Die wichtigsten US-Indizes sind am Donnerstag mit großen Unterschieden aus dem Handel gegangen. Der marktbreite S&P 500 ging mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 7.483,25 Punkten aus dem Handel. Noch übler erwischte es den Tech-Index Nasdaq 100, der 1,61 Prozent auf 29.329,21 Punkte verlor.

• Gespaltene US-Börsen: S&P 500 und Nasdaq 100 verloren, während der Dow Jones ein neues Allzeithoch und den höchsten Wochenschlusskurs aller Zeiten markierte – gestützt vom schwachen Arbeitsmarktbericht.
• Anhaltende Korrektur bei Chip- und KI-Werten wegen Sorgen vor Überkapazitäten, ausgelöst durch Metas Pläne; Bitcoin-nahe Titel wie Strategy und Coinbase erholten sich.
• Tesla fiel trotz besser als erwarteter Q2-Auslieferungen um 7,5 Prozent, während Apple dank Nikkei-Bericht über zehn Millionen geplante faltbare iPhones an der Dow-Spitze um 4,8 Prozent zulegte.

Der Dow Jones hingegen markierte einmal mehr ein neues Allzeithoch und schloss, beflügelt durch einen deutlich schwächer als erwarteten Arbeitsmarktbericht, den Handelstag 1,14 Prozent höher auf 52.900,07 Punkte ab. Da die US-Börsen am morgigen Freitag aufgrund des Unabhängigkeitstages am Wochenende geschlossen haben, beendet, markierte der Index auch den höchsten Wochenschlusskurs aller Zeiten.

Im Halbleiterbereich ging es erneut für zahlreiche Aktien merklich abwärts. Die Korrektur bei den KI-Werten setzte sich vielerorts in hohem Tempo fort. Am Markt hieß es dazu, die Pläne des Social-Media-Konzerns Meta verstärkten die vorhandenen Sorgen vor einem Überangebot an Rechenkapazitäten.

Am deutlichsten zeigte sich dies im Chipbereich, der an der Nasdaq besonders stark gewichtet ist. Die Papiere von Sandisk, die im laufenden Jahr mit einem aktuellen Plus von mehr als 630 Prozent bislang die beste Entwicklung im Nasdaq 100 hingelegt hatten, weiteten ihre kräftigen Vortagsverluste um weitere 14 Prozent aus. Micron, 2026 bisher um 240 Prozent gestiegen und schon am Vortag deutlich gefallen, verloren weitere 5,5 Prozent. Auch CoreWeave mit minus 4,6 Prozent und Nebius mit knapp minus 6 Prozent bauten ihre Verluste aus.

Micron Technology (WKN: 869020)

Von der anhaltenden Stabilisierung des Bitcoin-Kurses nach einem 21-Monats-Tief profitierten die Aktien von Unternehmen, die eng an die Wertentwicklung der Digitalwährung gekoppelt sind. So erholten sich etwa die Anteile von Strategy um weitere knapp acht Prozent und die von Coinbase um weitere knapp vier Prozent.

Strategy (WKN: 722713)

Tesla, die zunächst freundlich in den Handel gestartet waren, gaben um 7,5 Prozent nach. Damit ist der Großteil der Kursgewinne aus den vergangenen drei Handelstagen wieder dahin. Der Technologiekonzern hatte zuvor die Zahlen zu seinen E-Auto-Auslieferungen im zweiten Quartal vorgelegt. Dass diese besser als erwartet ausgefallen waren, half der Aktie nicht.

Tesla (WKN: A1CX3T)

Apple legten an der Dow-Spitze um 4,8 Prozent zu. Wie die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtete, plant der Tech-Konzern in diesem Jahr die Produktion von rund zehn Millionen faltbaren iPhones – statt der bislang prognostizierten sieben bis acht Millionen.

Apple (WKN: 865985)

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