Mit dem Best of Lithium Index ging es zuletzt bergab. Doch Grund zur Sorge besteht nicht. Der Rohstoff wird immer wichtiger. So baut nun auch der italienische Energieriese Eni sein Engagement im Lithiumgeschäft aus. Für 225 Millionen US-Dollar übernimmt man eine Beteiligung von 25 Prozent am chilenischen Lithiumprojekt Black Giant des US-Start-ups EnergyX.
Damit stärkt Eni seine Position im Bereich Batterierohstoffe und erweitert seine Aktivitäten über das klassische Öl- und Gasgeschäft hinaus. Mit der Beteiligung sichert sich Eni zudem den Anspruch auf bis zu einem Viertel der künftigen Lithiumproduktion des Projekts. Das Material soll unter anderem die geplante Batteriefabrik des Konzerns in Süditalien versorgen. Bereits vor rund dreieinhalb Jahren hatte sich Eni im Rahmen einer von General Motors angeführten Finanzierungsrunde an EnergyX beteiligt.
"Die Transaktion steht im Einklang mit Enis Strategie, seine Lieferketten zu diversifizieren und den Einstieg in die Wertschöpfungskette kritischer Mineralien durch eine Partnerschaft in einem bedeutenden und innovativen Lithiumprojekt in einer strategischen Region zu stärken", heißt es in einer Stellungnahme.
Eni verfolgt seit einiger Zeit das Ziel, seine Erlöse stärker auf Geschäftsfelder jenseits von Öl und Gas auszurichten und das Geschäft mit sauberen Energien auszubauen.
Auch andere große Energiekonzerne wie Exxon Mobil und Chevron investieren inzwischen in die Lithiumförderung. Die Branche gilt als naheliegendes Betätigungsfeld, da die Gewinnung von Lithium aus salzhaltigen Solevorkommen ähnliche Verfahren nutzt wie die Förderung von Öl.
Beim Projekt Black Giant will EnergyX seine Technologie zur direkten Lithiumextraktion einsetzen. Diese soll das Batteriemetall effizienter gewinnen als das bislang verbreitete Verfahren, bei dem Lithium durch Verdunstung in großen Becken gewonnen wird.
Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur besitzt die direkte Lithiumextraktion das Potenzial, die Produktion des Rohstoffs grundlegend zu verändern. Gleichzeitig dürfte die Nachfrage nach Lithium bis in die 2030er-Jahre deutlich steigen und zu einem Angebotsdefizit führen.
Das Projekt Black Giant in der nordchilenischen Region Antofagasta soll nach Abschluss der ersten beiden Ausbaustufen im Jahr 2030 eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 52.500 Tonnen Lithiumkarbonat erreichen. Der Produktionsstart der ersten Phase ist für 2028 mit zunächst 7.500 Tonnen pro Jahr geplant.
Der Trend ist relativ klar: Die Lithiumnachfrage dürfte weiter steigen. Auf der anderen Seite wird voraussichtlich das Angebot mit diesem Tempo nicht dauerhaft mithalten können. Dementsprechend sind die Aussichten für die Lithiumproduzenten gut. Mit dem Best of Lithium Index kann man aber gleich auf mehrere Branchenvertreter setzen. Mutige können dabei mit gehebelten Produkten spekulieren. Wer es konservativer mag, legt sich das Indexzertifikat mit der WKN DA0AAS ins Depot.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.
Heute, 07:18