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Iran‑Krieg: DAX fest, Öl tiefer: Hexensabbat, Vincorion, DHL, Infineon, Bayer, Rheinmetall im Fokus

Iran‑Krieg: DAX fest, Öl tiefer: Hexensabbat, Vincorion, DHL, Infineon, Bayer, Rheinmetall im Fokus
Foto: Stonel/Shutterstock
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Marion Schlegel Heute, 06:49 Marion Schlegel

Der DAX hat am Donnerstag starke Verluste einstecken müssen. Am Ende ging es 2,8 Prozent nach unten auf 22.839,56 Zähler. Der Start in den letzten Handelstag der Woche sieht wieder etwas freundlicher aus. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex am Freitagmorgen 0,7 Prozent höher auf 22.991 Punkte.

DAX (WKN: 846900)

Weiter klar bestimmendes Thema bleibt der Krieg im Iran. Am Donnerstag waren die Ölpreise aus Angst vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten massiv nach oben geschnellt. Konjunktur- und Inflationssorgen stiegen merklich. Zuletzt beruhigten sich die Märkte etwas – nicht zuletzt nach Aussagen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, die wieder Hoffnung auf ein doch schnelleres Kriegsende als befürchtet aufkommen ließen.

Heute ist großer Verfallstag an den Terminmärkten, auch Hexensabbat genannt. An diesem Tag verfallen Optionen und Futures auf Indizes und Aktien gleichzeitig, was oft zu starker Volatilität führt. Auf der Terminseite stehen zudem Quartalszahlen von Krones und Bechtle. Heute steht zudem der erste Handelstag des Rüstungszulieferers Vincorion auf dem Programm. Im Blickfeld dürfte auch die Aktie der DHL Group stehen. Am Donnerstag nach US-Börsenschluss hatte der US-Konkurrent FedEx Zahlen gemeldet.

Anleger dürften zudem weiter die Top-Werte und stärksten Verlierer im DAX vom Vortag im Blick haben. Deutsche Börse, RWE, SAP, Qiagen und Hannover Rück waren hier am stärksten. Vonovia, Infineon, Continental, Commerzbank und MTU Aero Engines waren hingegen am DAX-Ende zu finden.

Beachtung dürften auch einige Analysteneinschätzungen finden. JPMorgan hat Infineon von „Neutral“ auf „Overweight“ hochgestuft und das Kursziel von 40 auf 48 Euro angehoben. Oddo BHF hat Bayer auf „Outperform“ hochgestuft mit Kursziel 55 Euro. HSBC rät nun bei Chevron zum Kauf mit Kursziel 215 Dollar. Etwas pessimistischer wird Barclays hingegen bei Rheinmetall. Das Kursziel wurde von 2.175 auf 2.125 Euro gesenkt, die Einschätzung lautet aber weiterhin „Overweight“. Goldman Sachs hat die Aktie der Lufthansa von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 7,10 auf 6,60 Euro gesenkt.

Die Ölpreise sind nach dem starken Anstieg am Donnerstag zuletzt wieder etwas zurückgekommen, Gold und Silber konnten sich hingegen erholen. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostet derzeit gut 107 Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI liegt bei rund 94 Dollar. Eine Feinunze Gold kostet am Freitagmorgen 4.707 Dollar, eine Feinunze Silber 73,22 Dollar. Ein Bitcoin wird derzeit für 70.590 Dollar gehandelt.

Die US-Börsen konnten am Donnerstag ihre zwischenzeitlichen Verluste deutlich reduzieren. Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor am Ende 0,4 Prozent auf 46.021,43 Zähler. Der marktbreite S&P 500 gab 0,3 Prozent nach auf 6.606,49 Punkte. Und der technologielastige Nasdaq 100 ging 0,3 Prozent tiefer aus dem Handel bei 24.355,28 Punkte.

Die wichtigsten asiatischen Börsen finden am Freitagmorgen keine einheitliche Richtung. Der Hang Seng der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gibt 0,7 Prozent nach. Der CSI 300 mit den wichtigsten chinesischen Festlandaktien notiert hingegen 0,5 Prozent höher. In Japan findet feiertagsbedingt kein Handel statt.

DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.

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