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24.03.2022 Marion Schlegel

DAX: Hoher Ölpreis belastet, HeidelbergCement, Daimler Truck, CTS Eventim und SLM Solutions mit Zahlen – das ist heute wichtig

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Nach dem Rückschlag zur Wochenmitte zeichnet sich im DAX am Donnerstag zunächst wenig Bewegung ab. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex rund zweieinhalb Stunden vor dem Auftakt wenige Zähler tiefer auf 14.280 Punkte. Tags zuvor war der DAX fast an das Vorwochenhoch bei 14.553 Punkte herangelaufen, bevor er abdrehte.

DAX (WKN: 846900)

Die Marktexperten der Credit Suisse begründeten den Rückschlag vor allem mit dem weiter gestiegenen Ölpreis, der die Inflationssorgen noch verstärkt habe. Russland hatte am Mittwoch mit seiner Reaktion auf die Rubel-Schwäche im Zuge der Sanktionen für Aufregung am Energiemarkt gesorgt. Das Land verlangt nun von "unfreundlichen Staaten" für Gaslieferungen die Zahlung in russischer Währung. Die Preise für Öl der Sorte Brent sprangen um fünf Prozent und für Erdgas in Europa gar um 30 Prozent nach oben. Dies sei ein klarer Hinweis auf die Risiken hinsichtlich der Sicherung der Energieversorgung für Europa, so der Commerzbank-Analyst Hao Zhou. Der russische Krieg gegen die Ukraine beschäftigt heute die internationale Politik mit den drei Gipfeltreffen von Nato, G7 und EU in Brüssel.

Die Sorgen vor einer Konjunkturabschwächung infolge des Ukraine-Krieges haben die Wall Street merklich ins Minus gedrückt. Die wichtigsten Aktienindizes verzeichneten am Mittwoch nach den Gewinnen am Vortag wieder Verluste. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial fiel um 1,29 Prozent auf 34.358,50 Punkte. Der marktbreite S&P 500 büßte 1,23 Prozent auf 4.456,24 Punkte ein. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es nach starken Schwankungen am Ende um 1,41 Prozent auf 14.447,55 Zähler nach unten.

Die Anleger an den Börsen Asiens präsentierten sich am Donnerstag zurückhaltend. In Japan stieg der Leitindex Nikkei 225 um 0,3 Prozent. In Hongkong notierte der Leitindikator Hang Seng zuletzt knapp im Minus. In China sank der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland im späten Handel moderat. Der Kospi in Südkorea fiel ebenfalls leicht, während es in Australien ein wenig nach oben ging.

Auf Unternehmensseite ist am heutigen Donnerstag einiges geboten. Eine Vielzahl deutscher Unternehmen präsentiert die Jahreszahlen 2021: unter anderem HeidelbergCement, Daimler Truck, SGL Carbon, CTS Eventim, SLM Solutions und Freenet.

Auch auf der Konjunkturseite gibt es heute einige interessante Termine: Unter anderem der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland und der EU für März sowie in den USA der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im Februar.

DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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