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17.06.2021 Marion Schlegel

DAX nach US-Zinsentscheid leicht im Minus erwartet, CureVac im Fokus – das ist heute wichtig

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Der DAX spürt am Donnerstag nach Hinweisen der US-Notenbank Fed auf eine bald etwas weniger expansive Geldpolitik leichten Gegenwind. Zwei Stunden vor der Xetra-Eröffnung taxiert der Broker IG den deutschen Leitindex mit 15.677 Punkten 0,2 Prozent schwächer. Am Vortag hatte bereits der New Yorker Aktienmarkt die Entscheidungen der US-Währungshüter mit moderaten Abschlägen quittiert, größere Unruhe am Markt war aber ausgeblieben.

DAX (WKN: 846900)

Ihre extrem lockere Geldpolitik setzt die Federal Reserve angesichts fortdauernder Corona-Gefahren zwar fort, sie denkt aber offenbar stärker darüber nach, sie etwas zurückzufahren. Konkret geht es darum, wann die Fed ihre regelmäßigen Geldspritzen zur Stützung der Wirtschaft zurückschrauben will. Zudem könnten die Leitzinsen im Jahr 2023 zweimal steigen, wie aus den Zinsprognosen der Notenbanker hervorgeht. Bisher sah die Prognose eine unveränderte Geldpolitik mit Leitzinsen nahe der Nulllinie vor. Die Fed vollziehe einen Wandel und suche den Weg raus aus der expansiven Geldpolitik, sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.

Ernüchternde Nachrichten kommen von der Biotechfirma CureVac, deren Impfstoffkandidat gegen das Coronavirus weniger wirksam ist als erhofft. Der Börsenwert von CureVac halbierte sich nach der Meldung im nachbörslichen US-Handel.

Die Entscheidungen und Kommentare der US-Notenbank Fed haben die Wall Street am Mittwoch etwas tiefer ins Minus gezogen. Der Dow Jones Industrial fiel kurzzeitig unter die Marke von 34.000 Punkten und schloss mit einem Verlust von 0,8 Prozent bei 34.033,67 Zählern. Der den breiten Markt abbildende S&P 500 sank um 0,5 Prozent auf 4.223,70 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 büßte 0,3 Prozent auf 13.983,01 Punkte ein.

Auch die Börsen Asiens haben am Donnerstag nach den geldpolitischen Signalen der US-Notenbank Fed überwiegend nachgegeben. Der japanische Leitindex Nikkei 225 fiel zuletzt um gut ein Prozent. Auch in Australien, Südkorea und Indien ging es für die Leitindizes abwärts. Der Hang Seng in Hongkong und der CSI-300-Index, der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, gewannen hingegen moderate 0,3 Prozent.

Auf der Terminseite ist es weiter recht ruhig. Bei Home24 und Varta finden die Hauptversammlungen in virtueller Form statt. Am Abend präsentiert Adobe die Zahlen für das zweite Quartal. Auf der Konjunkturseite stehen am Nachmittag die Veröffentlichungen des Phily Fed Index für Juni sowie Frühindikatoren für Mai auf dem Programm.

DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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