10.07.2009 Caroline Scherr

Wall Street kann keine Fahrt mehr aufnehmen: General Motors, Chevron, Intel, IBM im Fokus

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Schlechte Konjunkturdaten ließen den Dow Jones am Freitag wieder den Rückwärtsgang antreten - auf 8.146,52 Punkte (-0,45 Prozent). Die Verbraucherstimmung der Uni Michigan sank stärker als erwartet. Statt auf 70,0 Punkte ging es auf 64,6 Zähler zurück. Das Handelsbilanzdefizit fiel zwar mit 26 Milliarden Dollar besser aus als angenommen. Der jetzige Stand ist aber immer noch der schlechteste seit November 1999.

Der Nasdaq hielt sich am Nachmittag noch etwas besser als der US-Leitindex, tat sich aber auch schwer. Beispielsweise musste Nasdaq-Mitglied IBM einen negativen Analystenkommentar hinnehmen. Bailey setzte die Aktie des IT-Werts von „Buy“ auf „Neutral“ herab. Zur Schlussglocke schaffte es der Nasdaq aber noch minimal in Plus, auf 1.419,84 Zähler (+0,34 Prozent).

Ein weiteres Indexmiglied, Intel, präsentiert am kommenden Dienstag Zahlen. Die Experten zeigen sich im Vorfeld kritisch und rechnen mit schmerzhaften Einschnitten bei Gewinn und Umsatz. Das Nettoergebnis soll sich auf 8 Cents je Aktie belaufen, die Erträge auf 7,2 Milliarden Dollar. Die Spezialisten sehen aber die Möglichkeit auf einen baldigen Turnaround auf dem Chipsektor. Immens wichtig wird für die Branche die Einführung des neuen Microsoft-Betriebssystems „Windows 7“.

General Motors hat eine bilderbuchartige Insolvenz abgeschlossen. Nach nur 40 Tagen werden wie geplant „gute“ Unternehmensteile von GM in ein neues Konzerngebilde übernommen. Künftig halten die Staaten USA und Kanada die Mehrheit am Autobauer, der Rest wurde auf die Gewerkschaft und verschiedene Gläubiger aufgeteilt. Die Papiere der Anleger sind inzwischen wertlos – die Aktie von General Motors wird momentan nicht mehr an der New York Stock Exchange gehandelt. Firmenchef Fritz Henderson plant aber eine baldige Rückkehr von Unternehmensteilen an die Börse. Die Wiederaufnahme an der Wall Street ist bereits für das nächste Jahr geplant.

Von Chevron gab es am Freitag einen Zwischenbericht über das zweite Geschäftsquartal. Der Ölproduzent meldete, dass er nicht von der Aufwärtsbewegung des Ölpreises seit April profitieren konnte. Wechselkurseffekte seien ein Grund dafür. Hinzu kämen niedrigere Gewinne der Raffinerien sowie ein schwächerer Erdgaspreis. Die Aktie von Chevron musste daraufhin an Wert abgeben.

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