Einstiegschance – bei diesen 11 Top-Aktien
Foto: Shutterstock
18.11.2021 Marion Schlegel

Ölpreise sinken erneut – machen die USA jetzt mit China gemeinsame Sache?

-%
WTI Light Sweet Crude Oil Future 04/2022 (NYMEX) USD Optionsschein Call 60 2022/03 (UCB)

Die Ölpreise haben am Donnerstag ihre Abschläge der vergangenen Tage zunächst ausgeweitet. In der Nacht fielen die Preise für Nordseeöl und US-Rohöl auf einmonatige Tiefstände. Bis zum Mittag konnten sich die Preise aber zumindest etwas erholen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 80,02 US-Dollar. Das waren 26 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 45 Cent auf 77,91 Dollar.

Ausschlaggebend für die Preisabschläge der vergangenen Tage sind Spekulationen um eine teilweise Freigabe nationaler Erdölreserven durch große Volkswirtschaften. Am Donnerstag erklärte China, ein solcher Schritt sei geplant, Details wurden jedoch nicht genannt. Es wäre bereits das zweite Mal innerhalb weniger Monate, dass China auf seine Ölreserven zurückgreift.

Auslöser des Schritts sind die hohen Ölpreise, die sich zuletzt jedoch etwas von ihren im Oktober markierten mehrjährigen Höchstständen entfernt haben. Ein Interesse an niedrigen Ölpreisen haben vor allem große Verbrauchsländer. Seit Wochen wird gemutmaßt, die USA könnten einen Teil ihrer strategischen Ölreserve auf den Markt werfen, um die Preise zu drücken. Laut Medienberichten hatte US-Präsident Joe Biden das Thema in dieser Woche mit Chinas Staatschef Xi Jinping besprochen.

"Eine koordinierte Aktion hätte sicher einen größeren Einfluss auf den Ölmarkt als wenn nur die USA alleine diesen Weg gehen würden", kommentierte Commerzbank-Fachmann Carsten Fritsch. Offenbar versuchen die USA, neben China auch andere große Volkswirtschaften wie Japan, Südkorea oder Indien von einer Reservefreigabe zu überzeugen. "Letztmals gab es eine koordinierte Freigabe vor zehn Jahren, als der Bürgerkrieg in Libyen zu einem Ausfall der dortigen Ölproduktion führte", erklärte Fritsch.

Mit den Ölpreisen geben am heutigen Donnerstag auch die Aktien der Ölkonzerne weiter leicht nach. Und auch der vom AKTIONÄR empfohlene Call auf WTI-Öl mit der WKN HR7VC7 fällt erneut auf zuletzt 1,43 Euro. Anleger befinden sich aber noch immer gut im Plus, sichern ihre Position aber mit einem Stopp bei 1,06 Euro nach unten ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

Behandelte Werte


Buchtipp: Rohstoff-Trading mit System

Die Spekulation auf Rohstoffe gilt als die Königsklasse des Tradings. Carsten Stork und Markus Hechler sind darin seit Jahrzehnten Profis. Ob 9/11, Immobilienblase, Finanzkrise, Niedrigzins-Superhausse oder Coronavirus: Die beiden waren „live“ dabei, haben die Auswirkungen beobachtet – und getradet. In diesem Buch berichten sie aber nicht nur von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Über die Jahre haben sie ein Trading-System entwickelt, welches alles in sich vereint, was es für erfolgreiches Rohstoff-Trading braucht: ausgefeilte, bewährte Strategien sowie ein kluges und zuverlässiges Risikomanagement. In diesem Buch zeigen sie, wie die Rohstoffmärkte funktionieren und wie auch der Privatanleger die Assetklasse Rohstoffe lukrativ handeln kann.
Rohstoff-Trading mit System

Autoren: Stork, Carsten Hechler, Markus
Seitenanzahl: 320
Erscheinungstermin: 18.12.2020
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-706-3