Die Lage im Nahen Osten sorgt erneut für Nervosität an den Rohstoffmärkten. Nachdem die USA weitere Angriffe auf Ziele im Iran durchgeführt haben, ziehen die Ölpreise kräftig an. Anleger fürchten vor allem weiter den Stopp des Schiffsverkehrs durch die strategisch wichtige Straße von Hormus.
• Ölpreise steigen nach neuen US-Angriffen auf Ziele im Iran deutlich an.
• US-Streitkräfte haben erneut militärische Ziele im Iran angegriffen.
• Iranische Revolutionsgarden melden Angriff auf US-Luftwaffenstützpunkt.
Die Nordseesorte Brent verteuerte sich zuletzt um fast vier Prozent auf 98,01 Dollar. Auch US-Öl der Sorte WTI legte deutlich zu und kostet derzeit 92,27 Dollar.
Zusätzliche Unruhe kam von den iranischen Revolutionsgarden. Laut der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim soll ein amerikanischer Luftwaffenstützpunkt attackiert worden sein. Wo sich dieser Stützpunkt befindet, wurde allerdings nicht genannt.
Zuvor hatten US-Streitkräfte nach Angaben eines amerikanischen Vertreters erneut militärische Ziele im Iran angegriffen. Hintergrund seien Bedrohungen für US-Soldaten sowie für die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus gewesen. Außerdem sollen mehrere iranische Drohnen abgefangen und zerstört worden sein.
Die angespannte Lage rund um die Straße von Hormus setzt die Weltwirtschaft erheblich unter Druck. Für den Iran gilt die wichtige Schifffahrtsroute zugleich als zentrales Druckmittel in den laufenden Verhandlungen. US-Präsident Donald Trump betonte während einer Kabinettssitzung, dass niemand die Meerenge kontrollieren werde. Die Vereinigten Staaten würden dies verhindern, erklärte er und verwies darauf, dass das Thema Teil der Gespräche sei. Mit dem bisherigen Verlauf der Verhandlungen zeigte sich Trump jedoch unzufrieden. Gleichzeitig sagte er, der Iran dränge stark auf eine Einigung: „Sie wollen unbedingt ein Abkommen.“
Dennoch sehe die US-Regierung bislang keinen zufriedenstellenden Stand erreicht. Trump bekräftigte daher erneut seine harte Linie: Entweder komme es zu einer Vereinbarung – oder die USA würden den Konflikt weiterführen und „die Sache zu Ende bringen“.
Es bleibt weiter spannend, ob es bald zu einem Ende des Krieges am Verhandlungstisch kommen wird. Die Ölpreise bleiben weiterhin auf einem hohen Niveau. Dies spielt natürlich großen Energiekonzernen wie etwa TotalEnergies voll in die Karten. Die immer noch relativ günstig bewertete Dividendenperle bleibt attraktiv. Der Stoppkurs sollte bei 55,00 Euro belassen werden.
Heute, 06:53