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14.07.2021 Carsten Stork

Erdöl: Preisanstieg ohne China?

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Oil WTI

Der Erdöl-Future hat am 6. Juli seinen Jahreshöchststand bei 76,98 Dollar pro Fass erreicht, seitdem ist der Markt in Lauerstellung und handelt aktuell um die Marke von 75 Dollar. Die Daten aus China zeigen nun, dass die Erdölimporte im Halbjahresvergleich erstmals seit 2013 zurückgegangen sind. 

Hoher Ölpreis bremst chinesische Einfuhren

Aufgrund des hohen Ölpreises sind die Gewinnmargen der chinesischen Raffinerien deutlich zurückgegangen. Die Volksrepublik China hat vor einigen Wochen bekanntgegeben, dass die starken Kursanstiege in den Rohstoffmärkten die „Einkaufslust“ bremsen könnten und günstigere Kursniveaus für weitere Einkäufe abgewartet werden. Das betrifft nun auch die Einfuhr von Rohöl.

Keine Einigkeit bei OPEC+

Die Uneinigkeit über die Versorgungspolitik der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) führte letzte Woche zum unerwarteten Abbruch der Verhandlungen. Insbesondere die Vereinigten arabischen Emirate und Russland drängen auf eine Erhöhung der Förderquoten. Der hohe Ölpreis belastet die wirtschaftlichen Aktivitäten in einigen Schwellenländern.

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Ohne China weiter nach Oben?

Weitere Rückgang der US-Lagerbestände?

Die Veröffentlichung der wöchentlichen Veränderung des US-Lagerbestände letzte Woche zeigte einen weiteren Rückgang. Das unterstützt aktuell den Ölpreis. Mit Spannung werden daher die heutigen Daten erwartet. Bei den Commitments-of-Traders-Daten zeigt sich keine große Veränderung. Saisonal bedingt könnte der Preis bis Ende September weiter ansteigen. 

Die Unsicherheit überwiegt aktuell. Der hohe Ölpreis schadet der weltweiten wirtschaftlichen Erholung. Ein Ausscheren einiger OPEC-Mitglieder aus der gemeinsamen Politik könnte für eine Erhöhung der Förderquoten sorgen. Short-Signale mit engem Stop-Loss erscheinen auf aktuellem Niveau interessant.

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