Durch die Straße von Hormus wurden bis Ende Februar 2026 noch gut 20 Prozent aller weltweiten Dieselimporte abgewickelt, doch nun ist die Meerenge erneut dicht. Durch die Hormus-Krise gingen bereits 4 bis 5 Millionen Tonnen Diesel pro Monat verloren. Dazu kommt: Russland stoppte vor wenigen Tagen den Export von Diesel. Europa importiert zwar keinen russischen Diesel, weltweit bleibt das Riesenreich aber ein wichtiger Diesellieferant.
Ein deutlicher Rückgang russischer Exporte könnte daher die globalen Handelsströme empfindlich stören. Branchenexperten weisen zudem darauf hin, dass mehrere Länder vergünstigte russische Diesellieferungen bezogen haben sollen. Fielen diese Lieferungen weg, verschärfe sich der globale Wettbewerb um nichtrussische Lieferungen, heißt es weiter. Dann könnte auch Europa schwer getroffen werden.
Ebenfalls brisant: Kürzlich berichtete Business Insider Africa, dass Indien mindestens 60.000 Tonnen Benzin nach Russland verschifft habe. Zwischen 30.000 und 40.000 Tonnen Öl sollen 2 weitere Tankschiffe geladen haben und auf dem Weg nach Russland sein. Wie weiter zu vernehmen ist, sollen zusätzlich erhebliche Mengen Diesel auf dem Weg von Indien nach Russland sein.
Damit können in puncto Diesel erhebliche globale Verknappungen nicht vollständig ausgeschlossen werden (Stichwort „trockene Tankstellen“ in mehreren Regionen?).
In meinem Report „Die Welle“ erfahren Sie, welcher Sektor von einer weltweiten Energie- und Dieselkrise besonders stark profitieren würde.
20.07.2026, 16:03
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