18.07.2014 Stefan Sommer

DAX mit weiteren Verlusten – Eskalation in Krisengebieten belastet: Google, HeidelbergCement, SAP im Fokus

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Heidelberg Zement
Trendthema

Die sich zuspitzende Lage in der Ukraine und in Israel hat den deutschen Aktienmarkt am Freitag belastet. Der Dax verlor 0,35 Prozent auf 9720,02 Punkte. Am Vortag bereits hatte der Leitindex seine starken Gewinne vom Mittwoch wieder abgegeben. Auf Wochensicht ergibt sich dennoch ein Plus von 0,56 Prozent. Für den MDax ging es zum Handelsschluss um 0,36 Prozent auf 16 392,39 Punkte abwärts. Der TecDax fiel um 0,90 Prozent auf 1247,34 Punkte.

Die Situation in der Ukraine und im Nahen Osten, wo Israel nun auch eine Bodenoffensive gestartet hat, drohe weiter zu eskalieren, sagte Analyst Dirk Gojny von der National Bank. Die Ereignisse an beiden Brennpunkten könnten die Dynamik am Aktienmarkt zumindest kurzfristig geändert haben, schrieb Marktanalyst Jasper Lawler vom Broker CMC Markets UK. Während die Anleger zuvor Rückschläge für Zukäufe genutzt hätten, hielten sie nun still und warteten auf neue Nachrichten zu dem malaysischen Passagierjet. Die Maschine ist nach Informationen der USA wahrscheinlich von einer Boden-Luft-Rakete aus dem von prorussischen Separatisten besetzten Gebiet abgeschossen worden.

Google verliert Top-Manager – Zahlen lassen aufhorchen

Google hat am Donnerstag nach Börsenschluss seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsquartal präsentiert. Wie nicht anders erwartet fielen die Ergebnisse durch die Bank gut aus. Entsprechend positiv reagierten die Anleger.

HeidelbergCement: Morgen Stanley senkt den Daumen


Die Aktie des Baustoffkonzerns HeidelbergCement hat in der ersten Jahreshälfte zu den positiven Überraschungen gehört. Die US-Investmentbank Morgan Stanley sieht aber nur noch wenig Potenzial. Die Experten haben den Titel deutlich abgestuft. Die Aktie führt die Verliererliste im DAX an.


Real-Depot-Wert SAP: Die Rallye kann starten

Die SAP-Aktie gehört auch am Freitag zu den Top-Werten im DAX. Nach dem der Softwarekonzern am Donnerstag seine Zahlen für das zweite Quartal bekannt gab, haben sich bereits etliche Analysten positiv zu dem Unternehmen geäußert. Nun hat auch die französische Investmentbank Exane BNP ihre Einschätzung überarbeitet.

(Mit Material von dpa-AFX)