Heidelberg Zement
- Michael Schröder - Redakteur

HeidelbergCement: Morgan Stanley senkt den Daumen

Die Aktie des Baustoffkonzerns HeidelbergCement hat in der ersten Jahreshälfte zu den positiven Überraschungen gehört. Die US-Investmentbank Morgan Stanley sieht aber nur noch wenig Potenzial. Die Experten haben den Titel deutlich abgestuft. Die Aktie führt die Verliererliste im DAX an.

Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Aktie von HeidelbergCement von "Equal-weight" auf "Underweight" abgestuft, aber das Kursziel auf 55 Euro belassen. Die Erwartungen an den Baustoffehersteller seien zu hoch, so Analyst Yuri Serov. Die Aktie habe dank einer guten Absatzentwicklung im ersten Quartal stärker als der Sektor zugelegt. Dieser Kursanstieg aber sei ungerechtfertigt, da Negatives ausgeblendet worden sei.

Die Resultate für das zweite Quartal etwa dürften bescheiden ausfallen. Seine Annahmen für das Unternehmen basierten auf privatwirtschaftlichen, weltweiten Zementprognosen. Sie hätten ihn dazu veranlasst, seine Schätzungen noch etwas stärker als bisher zu senken, schrieb Serov. "Wir rechnen damit, dass der Absatz in Deutschland und Europa für den Rest des Jahres deutlich zurückgehen wird, was im zweiten Quartal bereits zu sehen war." Die Margen in Indonesien dürften zudem unter Druck bleiben und in den USA dürften positive Impulse wegen Kapazitätsbeschränkungen für Zement im späteren Jahresverlauf begrenzt sein.

Gemäß der Einstufung "Underweight" erwartet Morgan Stanley einen unterdurchschnittlichen Gesamtertrag der Aktie im Vergleich zu den anderen von der Bank beobachteten Werten derselben Branche. Zugrunde gelegt wird ein Zeitraum zwischen zwölf und 18 Monaten.

DER AKTIONÄR bleibt dagegen bei seiner positiven Einschätzung zu der Aktie. Zwar konsolidiert die Aktie seit dem Hoch Anfang April. Doch diese Korrektur sollte schon bald beendet sein. Die Ausrichtung auf die Schwellenländer, das anziehende Geschäft in Nordamerika und eine sich erholende Konjunktur im nördlichen Europa sollten die Aktie beflügeln. Das Papier bleibt ein Kauf.


(Mit Material von dpa-AFX)

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