15.09.2015 Nikolas Kessler

DAX im Sog der Versorgertitel: E.on, RWE, Daimler, Commerzbank, Barrick Gold, Volkswagen, Apple, Capital Stage, Evotec und griechische Banken im Fokus

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DAX
Trendthema

Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag zunächst mit moderaten Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der massive Kursverlust der Versorger-Titel E.on und RWE hat den deutschen Leitindex im Laufe des Vormittags aber mit nach unten gerissen. Zur Mitte des Handelstages notiert der DAX 0,5 Prozent schwächer bei 10.116 Punkten. Die jüngsten ZEW-Konjunkturdaten sorgten indes kaum für Bewegung.

Ohnehin bleiben die Anleger mit Blick auf die wegweisende Leitzinsentscheidung der US-Notenbank am Donnerstagabend vorsichtig. Der Markt sei entsprechend schwankungsanfällig, dürfte bis zum Handel am Freitag aber per Saldo auf der Stelle treten, sagten Börsianer.

RWE und E.on: Es fehlen Milliarden

Den deutschen Energieversorgern fehlen Rückstellungen in Milliardenhöhe, um den Atomausstieg zu finanzieren – das sei das Ergebnis des von der Bundesregierung initiierten „Stresstests“, berichtet der Spiegel.

National Bank of Greece, Piraeus Bank, Eurobank und Co: US-Milliardär hat Hoffnung

Der US-Milliardär Wilbur Ross, der zuletzt etwa mit seinem Investment in die Bank of Ireland satte Gewinne eingefahren hatte, zeigt sich bezüglich der Perspektiven für die griechischen Großbanken wie Alpha Bank, Eurobank, Piraeus Bank oder der National Bank of Greece durchaus zuversichtlich. Er betonte, dass die EZB seiner Ansicht nach „zu pessimistisch“ für die griechischen Kreditinstitute gestimmt ist.

Daimler in Europa Spitze - Aktie auf dem Vormarsch!

Über dem europäischen Automarkt scheint weiter die Sonne. Selbst im traditionell schwachen Sommermonat August wurden erneut mehr Autos abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Mit gut 744.799 Fahrzeugen wurden in der Europäischen Union (EU) 11,2 Prozent mehr abgesetzt als ein Jahr zuvor, wie der Branchenverband Acea am Dienstag zum Start der Weltleitmesse IAA mitteilte. Damit setzte der Automarkt seine vor zwei Jahren begonnene Erholung fort.

Commerzbank: Goldman Sachs als Spielverderber

Eine ganze Reihe von Kaufempfehlungen hat die gebeutelte Aktie der Commerzbank in der vergangenen Woche gestützt. Jetzt droht ein negativer Analystenkommentar von Goldman Sachs die zaghafte Erholung abzuwürgen.

Barrick Gold: Das tut weh

Für die Anteilseigner ist es nach wie vor ein wahres Trauerspiel: Die Aktie von Barrick Gold hat kürzlich ein weiteres Mehrjahrestief markiert. Zu allem Überfluss musste der weltgrößte Goldproduzent gestern noch einen ärgerlichen Zwischenfall in der Veladero-Mine in Argentinien vermelden.

VW-CEO Winterkorn:"China wird weiter wachsen" - Aktie ohne Lebenszeichen

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn schließt trotz der Flaute auf dem weltgrößten Automarkt China einen Abbau von Arbeitsplätzen aus. "Wir haben in den letzten Jahren ja Arbeitsplätze geschaffen. Und ich geh' davon aus, dass es so weiter gehen wird - auch in Europa", sagte Winterkorn in einem Fernsehinterview.

Apple: Noch reichlich Luft nach oben

Mit einem Börsenwert von derzeit 658 Milliarden Dollar ist Apple bereits der wertvollste Konzern der Welt. Nach Ansicht der Experten des US-Analysehauses Bernstein Research sind die Aktien des iPhone-Herstelles aus Kalifornien damit allerdings immer noch eindeutig zu niedrig bewertet.

Solar-Geheimtipp: Neue Aktie mit 150 Prozent Kurspotenzial

Mit Solaraktien lässt sich gutes Geld verdienen, wenn man auf die richtigen Einzelwerte setzt. Das Solar-Depot des maydornreport hat seit Jahresbeginn um 23 Prozent zugelegt. Jetzt wurde ein neuer Wert aufgenommen. Er ist bisher nur Branchenkennern bekannt und verfügt über ein Kurspotenzial von 150 Prozent.

Evotec: Deshalb steigt die Aktie

Evotec zeigt sich zuversichtlicher für das laufende Jahr und erhöht seine Umsatzprognose. Das im TecDax notierte Unternehmen erwartet vor allem aufgrund einer besseren Entwicklung im Geschäft mit Forschungsdienstleistungen nun 2015 bei den Erlösen einen satten Zuwachs von etwa 45 Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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