11.04.2014 Stefan Sommer

DAX fällt unter 9300 Punkte – Tiefster Stand seit Ende März: Solarworld, Yingli, JinkoSolar, Trina Solar, Canadian Solar, Deutsche Bank, E.on, Continental im Fokus

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Solarworld
Trendthema

Die Anleger haben zum Wochenschluss jegliche Risiken gescheut und sich deutlich aus dem deutschen Aktienmarkt zurückgezogen. Auslöser dafür war ein neuerlicher Kursrutsch an den US-Börsen, der auch die Notierungen hierzulande belastete. Der DAX fiel am Freitagmittag um 1,76 Prozent auf 9287,81 Punkte. Das ist der tiefste Stand seit Ende März. Auf Wochensicht zeichnete sich damit ein Minus von mehr als vier Prozent ab.

Der MDAX verlor zuletzt 1,64 Prozent auf 16 003,77 Punkte, der TecDAX büßte 2,00 Prozent auf 1200,06 Punkte ein. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,41 Prozent auf 3108,55 Punkte nach unten. An der Wall Street zeichnete sich zuletzt erneut ein leichterer Auftakt ab.

Solarworld: Deutsche Bank empfiehlt Kauf

Die Firma Solarworld steuerte von einer Krise zur nächsten. Zuletzt musste sich das Unternehmen sogar frisches Kapital beschaffen. Umso bemerkenswerter, dass die Deutsche Bank die Aktie in einer Studie mit „Kaufen“ einstuft. Ist das die Trendwende für die Aktie?

Yingli warnt: Stürzen JinkoSolar, Trina Solar und Canadian Solar weiter ab?

Die drastischen Kursverluste im Solarsektor vom Donnerstag dürften sich am heutigen Freitag zumindest zu Handelsbeginn fortsetzen. Denn zu dem allgemein weiter schwachen Börsenumfeld gesellt sich noch eine Warnung von Yingli Green Energy, dem größten chinesischen Solarkonzern.

Deutsche Bank: Jetzt wird’s richtig bitter

Die Aktie der Deutschen Bank ist am Freitag nach enttäuschenden Zahlen des US-Wettbewerbers JPMorgan eingebrochen. Das Papier rutschte unter den erst vor Kurzem gebrochenen kurzfristigen Abwärtstrend. Nun droht die Aktie unter den Stoppkurs des AKTIONÄR zu fallen.

E.on-Aktie: Von wegen „ab in die Wüste“

Deutschlands größter Energiekonzern E.on verlässt das Wüstenstromprojekt Desertec. Der Ende 2014 auslaufende Kooperationsvertrag werde nicht verlängert, sagte ein E.on-Sprecher am Freitag. Das Unternehmen wolle sich wieder ausschließlich auf eigene Vorhaben konzentrieren und dabei auch die Entwicklung der Märkte im Bereich Erneuerbarer Energien in Afrika und im Mittleren Osten mit Interesse verfolgen. E.on hatte das Desertec-Projekt seit 2009 als Gründungsmitglied personell und finanziell intensiv unterstützt.

Chart-Check Continental: Droht jetzt der Absturz?

Der Gesamtmarkt steht unter massivem Verkaufsdruck und auch die Continental-Aktie kann sich der schlechten Stimmung nicht entziehen. Die Aufwärtstrendlinie wurde bereits gebrochen. Nun rückt der horizontale Widerstand bei 161,90 Euro in den Blick.

(Mit Material von dpa-AFX)