Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Jetzt wird's richtig bitter

Die Aktie der Deutschen Bank ist am Freitag nach enttäuschenden Zahlen des US-Wettbewerbers JPMorgan eingebrochen. Das Papier rutschte unter den erst vor Kurzem gebrochenen kurzfristigen Abwärtstrend. Nun droht die Aktie unter den Stoppkurs des AKTIONÄR zu fallen.

Am Nachmittag fällt die Deutsche-Bank-Aktie 2,7 Prozent auf 31,35 Euro. "Das Quartal war schlecht für JPMorgan und das bringt einen Begleitschaden für die Deutsche Bank", sagte ein Händler. Das Investmentbanking ist laut einer Experteneinschätzung rückläufig aber nicht so stark wie befürchtet, während das Geschäft mit Anleihen, Währungen, Rohstoffen und Derivaten (FICC) in etwa die düstersten Befürchtungen der Investoren bestätigt habe.

Stärker belastet als erwartet

Der Händler zeigte sich insgesamt enttäuscht vom Aktienbereich. Der eingeleitete Ausstieg der US-Notenbank Fed aus der ultralockeren Geldpolitik hat die US-Großbank JPMorgan im ersten Quartal stärker belastet als erwartet.

Stopp beachten!

Die charttechnische Situation bei der Deutschen Bank hat sich deutlich eingetrübt. Nach dem Bruch des Trends hat die Aktie ein Verkaufssignal generiert. Nun drohen weitere kurzfristige Verluste. Mittel- bis langfristig sollte der Markt allerdings die günstige Bewertung der Aktie – das 2015er-KGV liegt bei 6 – honorieren. Investierte Anleger beachten den Stoppkurs bei 30,50 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Stunde der Wahrheit

Die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr wohl die größten Rechtsrisiken beseitigt, die auf dem Kurs gelastet haben. Seit der jüngsten Kapitalerhöhung sind zudem die Diskussionen um die Eigenkapitalbasis beendet. Bei Vorlage der Quartalszahlen am kommenden Donnerstag, 27. April, geht es deshalb … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank vor Zahlen: Jetzt zählt es

Die Deutsche Bank veröffentlicht am kommenden Donnerstag, 28. April, die Zahlen zum ersten Quartal. Nach Aussage von CEO John Cryan liefen die Geschäfte für den Konzern zu Jahresbeginn wieder besser, nachdem Rechtsstreitigkeiten in den USA im vierten Quartal 2016 die Bilanz noch verhagelt hatten. … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Risiken schwinden

Deutsche-Bank-CEO John Cryan konnte im vergangenen Jahr mit dem Hypothekenstreit in den USA und der Geldwäscheaffäre in Russland die größten Rechtsrisiken beilegen. Jetzt kann der Konzern einen weiteren Sieg für sich verbuchen: Laut Bloomberg wurden in Russland die Anschuldigungen fallen gelassen, … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Insider kaufen

Mehrere Vorstände der Deutschen Bank haben bei der jüngsten Kapitalerhöhung kräftig zugegriffen. Vorstandsvorsitzender John Cryan übte seine Bezugsrechte vollständig aus und erwarb junge Aktien für 53.357 Euro. Die als Kronprinzen gehandelten Stellvertreter Christian Sewing und Marcus Schenk … mehr