E.on
- Marion Schlegel - Redakteurin

E.on-Aktie: Von wegen „ab in die Wüste“

Deutschlands größter Energiekonzern E.on verlässt das Wüstenstromprojekt Desertec. Der Ende 2014 auslaufende Kooperationsvertrag werde nicht verlängert, sagte ein E.on-Sprecher am Freitag. Das Unternehmen wolle sich wieder ausschließlich auf eigene Vorhaben konzentrieren und dabei auch die Entwicklung der Märkte im Bereich Erneuerbarer Energien in Afrika und im Mittleren Osten mit Interesse verfolgen. E.on hatte das Desertec-Projekt seit 2009 als Gründungsmitglied personell und finanziell intensiv unterstützt. Die Süddeutsche Zeitung" (Freitag) berichtete, dass neben E.on auch die HSH Nordbank das Projekt verlasse. Mit Desertec soll Sonnen- und Windkraft in Nordafrika und im Nahen Osten produziert und zum Teil nach Europa exportiert werden. Dafür sind gewaltige Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe nötig. Kritiker hatten zu Bedenken gegeben, dass der Export des Sonnenstroms bis nach Deutschland zu teuer und deshalb nicht realisierbar sei.

Investiert bleiben

Auch wenn E.on in den vergangenen Tagen etwas unter Druck gekommen ist, sollte man das Papier nun keineswegs in die Wüste schicken. DER AKTIONÄR bleibt für die E.on-Aktie wegen der nach wie vor niedrigen Bewertung weiterhin bei seiner Kaufempfehlung. Das Kursziel lautet 16,00 Euro, der Stoppkurs sollte bei 11,50 Euro belassen werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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