12.06.2012 Steffen Eidam

DAX am Mittag trotz Sorgen um Spanien und Griechenland freundlich: Außerdem BMW, Daimler, EADS. Gigaset und Volkswagen im Fokus

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Trendthema

Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag von seiner freundlichen Seite. Gegen Mittag notiert der DAX rund 0,8 Prozent fester bei 6.188 Punkten. Dennoch regiert an den Märkten die Unsicherheit hinsichtlich der Hilfen für die angeschlagenen Banken in Spanien. EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn will sich bald äußern, aus welchem Rettungsfonds die Hilfen fließen werden: entweder aus dem temporären Rettungsfonds EFSF oder dem permanenten Topf ESM. Daneben steigt auch die Verunsicherung zum Thema Griechenland. Dort wählt die Bevölkerung am Wochenende eine neue Regierung. Wie es anschließend mit dem bankrotten Staat weitergeht, ist derzeit noch völlig offen. Indes sind die Renditen für spanische Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren wieder über die Marke von 6,5 Prozent angestiegen. Für italienische Papiere bekommen Anleger jetzt wieder mehr als 6,0 Prozent zurück.

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BMW befürchtet Lieferstau in den USA

Aufgrund von Engpässen beim Nachschub rechnet der Autobauer BMW mit Verzögerungen im US-Geschäft. Gegenüber der Financial Times Deutschland sagte der neue Sparten-Chef Ludwig Willisch: "Wir warten im Moment einfach darauf, dass die Schiffe kommen mit den richtigen Autos." Insbesondere das neue 3er-Modell sowie die beliebte Allrad-Version kommt demnach zu spät in den Vereinigten Staaten an. Den Münchnern droht daher eine Flaute im Sommer. Mit der Einführung eines Carsharing-Angebots will BMW wieder Boden gutmachen.

Daimler weit Smart-Produktion aus

Der Automobilbauer Daimler will 200 Millionen Euro in das Werk im französischen Hambach investieren. Dort soll künftig das Elektrofahrzeug Smart fortwo electric drive produziert werden. Smart-Chefin Annette Winkler sieht hierin "zwei wichtige Meilensteine" für die Zukunft von Smart. Das elektrogetriebene Modell hat im Stadtverkehr eine Reichweite von 145 Kilometern und soll in Deutschland ab Spätsommer ab 23.680 Euro (inklusive Batterie) erhältlich sein.

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A380-Reparatur dauert zwei Monate

Die Haarrisse an den Flügeln des Großraumjets A380 benötigen rund acht Wochen Reparaturzeit. Wie Airbus-Mutterkonzern EADS mitteilte, besteht die Möglichkeit, die Arbeiten in mehreren Etappen durchzuführen. Daher könnten die Reparatur in die regulären Wartungen der Maschinen integriert werden. Dieser sogenannte C-Check erfolgt beim A380 alle zwei Jahre. Airbus rechnet bis Jahresende mit Kosten in Höhe von 260 Millionen Euro.

Gigaset verstärkt Cloud-Aktivitäten

Der Telefonhersteller Gigaset will sich künftig vom schrumpfenden Markt für klassische Schnurlostelefone abkoppeln. Im Fokus des Zukunftsprogramms "Gigaset 2015" stehen dabei der Ausbau des Firmenkundengeschäfts mit internetfähigen Produkten im Bereich der IP-Telefonie (jährliches Wachstumspotenzial von 20 Prozent mit rund 1,2 Milliarden Euro) sowie die Vernetzung von Haushalten. Auf der Hauptversammlung in München erklärte  Vorstandschef Charles Fränkl, dass in zehn Monaten erste Produkte für den Home-Networks-Bereich auf den Markt kommen sollen. Die Hoffnungen auf eine Dividende müssen Anleger im laufenden Jahr allerdings zurückstellen.

VW verkauft mehr Fahrzeuge

Der KFZ-Hersteller Volkswagen hat im Mai rund neun Prozent mehr Pkw der Marke Volkswagen ausgeliefert als im Vorjahr. Die rund 476.900 Auslieferungen sind in erster Linie auf die hohe Nachfrage aus China und Nordamerika zurückzuführen. Europas größter Autobauer hat in den ersten fünf Monaten des Jahres etwa 2,29 Millionen VW-Fahrzeuge ausgeliefert (plus neun Prozent).