02.07.2019 Markus Bußler

Barrick Gold: Endlich ist sie da!

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Barrick Gold
Trendthema

Lange Zeit wurde über das Joint Venture in Nevada zwischen den beiden weltweit größten Goldproduzenten, Newmont Goldcorp und Barrick Gold, gesprochen. Jetzt existiert die neue Firma auch real. Sie hört auf den Namen Nevada Gold Mines und wird das weltweit größte Gold Einzelasset sein. Freilich, auch Nevada Gold Mines besteht aus einigen Projekten. Dennoch: Die Zahlen sind eine ordentliche Hausnummer.

Barrick Gold hält, wie schon bekannt, 61,5 Prozent an der neuen Firma, während Newmont Goldcorp die verbliebenen 38,5 Prozent hält. Im Board (in etwa Aufsichtsrat) erhält Barrick drei und Newmont Goldcorp zwei Sitze. Insgesamt vereint Nevada Gold Mines zehn Untertage- und zwölf Tagebauminen. Die Reserven summieren sich auf 48,3 Millionen Unzen, dazu gesellen sich noch einmal Ressourcen von 27,4 Millionen Unzen in den Kategorien measured and indicated und noch einmal 7,5 Millionen Unzen in der Kategorie inferred.

Im zweiten Halbjahr soll das neue Unternehmen 1,8 bis 1,9 Millionen Unzen produzieren. Die Gesamtkosten inclusive Unterhalt der Minen sollen zwischen 920 und 950 Dollar je Unze liegen. Ab dem kommenden Jahr sollen sich auch die Synergien für die beiden Konzerne auszahlen. In den ersten fünf Jahren – also bis zum Jahr 2025 – ist von 500 Millionen Dollar Einsparpotenzial pro Jahr die Rede. Das dürfte sich positiv auf die Bilanzen von Barrick Gold und Newmont Goldcorp auswirken.

Barrick Gold (WKN: 870450)

Die Zahlen sind sicherlich beeindruckend. Doch das wichtigste ist tatsächlich das Einsparpotenzial, das sich aus dem neuen Joint-Venture ergibt. 48 Millionen Unzen Reserven klingt auf den ersten Blick enorm. Doch am Ende bedeutet das bei einer Produktion von knapp vier Millionen Unzen pro Jahr ein Minenleben von zwölf Jahren. Um diese Produktion aufrecht zu erhalten, wird Nevada Gold Mines nicht anders können, früher oder später andere Unternehmen zu übernehmen. Nur durch Exploration werden sich nur schwerlich vier Millionen Unzen jährlich wieder auffüllen lassen. Und sicherlich wird dabei nicht an der Staatsgrenze von Nevada Schluss sein. Auch Firmen in Utah, Kalifornien oder auch Idaho könnten in den Blick geraten.