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03.07.2019 Markus Bußler

Barrick Gold: Bescheidenheit sieht anders aus!

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Barrick Gold

Die besten Assets, die besten Menschen, die besten Ergebnisse. Mark Bristow, CEO des zweitgrößten Goldproduzenten Barrick Gold, ist nicht gerade für Bescheidenheit bekannt. Entsprechend fällt die Ankündigung des Joint Ventures mit Newmont Goldcorp, Nevada Gold Mines, auch reichlich ambitioniert aus. Allerdings sind die Zahlen auch durchaus ermutigend.

1,8 bis 1,9 Millionen Unzen Gold soll Nevada Gold Mines im zweiten Halbjahr produzieren. Und das zu Kosten von 920 bis 950 Dollar je Unze. „In den vergangenen Monaten haben wir Nevada Gold Mines Führungsriege ausgewählt“, sagte Bristow. Er selbst wird Chairman der neuen Gesellschaft sein. „Das Unternehmen hat jetzt ein Team, das eine gemeinsam Vision teilt. Wir sind mehr als nur bereit, aus den Startlöchern zu kommen.“

Wie schon berichtet sollen die Synergien ab dem kommenden Jahr bei 500 Millionen Dollar jährlich liegen – und das über einen Zeitraum von fünf Jahren. Anschließend dürften die Einsparungen zurückgehen. Für Barrick Gold geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Zumindest teilweise. Schon in der Vergangenheit gab es Gespräche zwischen Barrick und Newmont über eine mögliche Fusion der beiden Unternehmen. Aber diese Gespräche endeten meist mit wenig schönen Worten über den anderen. Das Joint Venture ist damit der kleinste gemeinsame Nenner, der sich finden ließ. Aber dieser kleinste gemeinsame Nenner schafft es immer noch auf eine Jahresproduktion von knapp vier Millionen Unzen.

Barrick Gold (WKN: 870450)

Ist damit eine endgültige Fusion von Barrick Gold und Newmont Goldcorp vom Tisch. Sagen wir einmal so: Sie ist zumindest nicht mehr dringlich. Doch wenn man etwas über den Tellerrand hinaus blickt, dann wird die Fusions- und Übernahmewelle in der Branche in den kommenden Monaten weiter zunehmen. Die Reserven der Majors sind rückläufig. Und diese können nur durch Fusionen und/oder Übernahmen rasch wieder aufgefüllt werden. In den kommenden Monaten dürften mehr und mehr Unternehmen vom Kurszettel verschwinden – einfach, weil sie gekauft werden.