30.07.2019 Markus Bußler

Barrick Gold: 50-Prozent-Rallye - und es geht weiter

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Barrick Gold
Trendthema

Die Aktie des weltweit zweitgrößten Goldproduzenten Barrick Gold hat eine beeindruckende Rallye hinter sich. Seit dem zyklischen Tief im Mai hat das Papier rund 46 Prozent an Wert zugelegt. Ist damit da Ende der Fahnenstange erreicht? Vermutlich nicht. Die Chancen, dass sich die Rallye in den kommenden Tagen und Wochen fortsetzen wird, stehen gut. Im Spätsommer allerdings sollten Anleger vorsichtig werden.

Obwohl Anleger in den vergangenen Jahren teils auf schmerzhafte Art und Weise erlebt haben, dass sich Gold und Goldminenaktien nicht immer ein zu eins bewegen, hat die Barrick-Aktie in den vergangenen Wochen die Bewegung bei Gold nachvollzogen und sogar mit einem schönen Hebel versehen. Ähnlich wie bei Gold scheint der Anstieg noch nicht beendet zu sein. Aus charttechnischer Sicht sind Kurse im Bereich von 25 Kanadischen Dollar nach wie vor möglich, bevor eine größere Korrektur einsetzen sollte. Langfristig sollte die Barrick-Aktie das Hoch aus dem Jahr 2016 bei 30 Kanadischen Dollar aus dem Markt nehmen.

Wie bereits mehrfach geschrieben: Operativ lässt sich ein solcher Anstieg durchaus rechtfertigen. Barrick hat sich in den vergangenen Jahren durch ein rigoroses Sparprogramm saniert. Mittlerweile steht wieder Wachstum auf der Agenda. Und das nicht erst seit der Übernahme von Randgold Resources. Auch Acacia soll wieder in den Konzern integriert werden. Sicherlich war das nicht das, was Barrick ursprünglich mit der Tochter vorhatte. Eigentlich wollte sich Barrick von seinem Anteil trennen. Doch die anhaltenden Probleme in Tansania und der niedrige Aktienkurs machten das unmöglich. Jetzt macht man aus der Not eine Tugend und geht den anderen Weg. Hausintern dürfte Acacia dann saniert werden, die Probleme mit der Regierung in Tansania gelöst werden – und dann steht einem erneuten Börsengang sicherlich nichts mehr im Weg.

Barrick Gold (WKN: 870450)

Vom Saulus zum Paulus – das ist die Story von Barrick Gold. Die Aktie hat noch Luft nach oben, bevor eine größere Konsolidierung anstehen dürfte. Aber mittel- bis langfristig steht einem Anstieg über da Hoch aus dem Jahr 2016 nichts im Wege.