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Raiffeisen Bank: Aktie auf Rekordhoch – wie geht es weiter?

Raiffeisen Bank: Aktie auf Rekordhoch – wie geht es weiter?
Foto: kitzzeh/Shutterstock
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Fabian Strebin Heute, 09:33 Fabian Strebin
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Wer in europäische Bankaktien investieren will, für den führt in diesem Jahr kein Weg an den Papieren der Raiffeisen Bank International vorbei. Die Österreicher behaupten sich im laufenden Jahr seit Längerem an der Spitze der Branche. Mit dem neuen CEO steht nun absehbar ein Strategie-Update an.

Kurz und knapp

• Die Raiffeisen Bank International steigerte ihren Gewinn im zweiten Quartal um 63 Prozent auf 499 Millionen Euro.
• Im kommenden Februar will der neue CEO Michael Höllerer die Strategie des Konzerns vorstellen.
• Die Aktie erreichte ein Rekordhoch von 59,40 Euro und bleibt mit einem KGV von 9 günstig.

Der neue Raiffeisen-Bank-Chef Michael Höllerer startet gleich mit einem positiven Zahlenwerk im Rücken. Der Manager, der seine neue Position vor rund einem Monat antrat, kann einen kräftigen Gewinnsprung von 63 Prozent auf 499 Millionen Euro im zweiten Quartal vermelden. Die Erwartungen wurden damit übertroffen.

Im kommenden Februar will die Raiffeisen Bank im Rahmen eines Kapitalmarkttages ihre neue Strategie vorstellen. Besonders in Mittel- und Südosteuropa sieht Höllerer weiteres Potenzial. Das gilt auch für die Segmente der Vermögensverwaltung und der Finanzierung mittelständischer Unternehmen. Zentral bleibt das Thema Russland.

Die Raiffeisen Bank ist die letzte nennenswerte europäische Großbank, die in dem Land aktiv ist. Aufgrund von Sanktionen gestaltet sich der Ausstieg aber schwierig. Das Basisszenario bleibt laut Höllerer der Abbau des Geschäfts. Man versuche zudem weiterhin, die Tochter zu verkaufen. Die Bemühungen dazu sollten deutlich erhöht werden, so Höllerer.

Letzte Woche wurde in Wien zudem Klage gegen den russischen Konzern Rasperia in Höhe von 3,15 Milliarden Euro eingereicht. Die Summe setzt sich aus 2,4 Milliarden Euro zusammen, die in Russland von den Österreichern beschlagnahmt wurden, plus entgangener Zinsen und Gewinne. Die Raiffeisen Bank erhofft sich den Zugriff auf Aktien des Baukonzerns Strabag, die Rasperia hält. Mit dem Verkauf dieser Aktien könnte eine Sonderdividende gezahlt werden.

Raiffeisen Bank (WKN: A0D9SU)

Der Höhenflug der Raiffeisen-Bank-Aktie geht weiter. Erst am Freitag wurde bei 59,40 Euro ein neues Rekordhoch erreicht. Die Bewertung bleibt mit einem KGV von 9 günstig, der Russlandabschlag ist aufgrund der Stärke des restlichen Geschäfts nicht mehr in diesem Maße gerechtfertigt. Investierte Anleger bleiben an Bord.

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