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24.07.2019 Fabian Strebin

Deutsche Bank mit Milliarden-Verlust: Kunden müssen zahlen

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Deutsche Bank

Die Deutsche Bank hat mit 3,1 Milliarden Euro im zweiten Quartal einen höheren Verlust als angekündigt ausgewiesen. Vor Zahlen ging man noch von 2,8 Milliarden Euro aus. Das Gesamtjahr soll ebenfalls tief rot werden. Nun erhöht die Bank die Preise für Geschäftskunden.

Nicht einmal ganz zwei Wochen nach Bekanntgabe der Umbaupläne bei der Deutschen Bank werden die Priese für hunderttausende Geschäftskunden erhöht. So steigen beim teuersten Modell der Preis von monatlich 19,90 Euro auf nun 29,90 Euro und damit um 50 Prozent. Jeder Zahlungseingang und Ausgang kostet nun sieben bis 22 Cent. Vorher gab es noch ein Kontenmodell mit kostenlosen Buchungen.

Gute Gründe

Die Deutsche Bank hofft, dass nicht allzu viele Kunden abwandern und man sie mit besseren Angeboten binden kann. Die Strategie, mit günstigen Preisen Marktanteile zu gewinnen, will man bei der Deutschen Bank nicht verfolgen. Es gebe „gute Gründe“, die Preise für Geschäftskunden zu erhöhen, so Stefan Bender, Leiter Firmenkunden Deutschland. Er nennt einerseits den stark gestiegenen regulatorischen Aufwand. Zudem habe man viel Geld investiert und die Leistungen der Geschäftskonten ausgebaut. Dazu kämen weitere digitale Leistungen. Außerdem habe man die Grundpreise für einige Konten seit dem Jahr 2004 nicht verändert.

Die Preiserhöhungen dürften beim Konzernumbau nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die heutigen Quartalszahlen spiegeln die großen Umbauarbeiten wider, die CEO Christian Sewing angestoßen hat. Bis er die Früchte seiner Arbeit ernten kann, wird es noch dauern. Anleger bleiben bei der Aktie weiter außen vor.


Deutsche Bank (WKN: 514000)