Commerzbank: Schwächster Branchenwert seit Jahresstart – das zählt jetzt

Commerzbank: Schwächster Branchenwert seit Jahresstart – das zählt jetzt
Foto: Tobias Arhelger/stock.adobe.com
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Fabian Strebin 09.01.2026, 10:07 Fabian Strebin

Noch 2025 gehörte die Commerzbank zu den Highflyern am Markt und in der Branche. Der Jahresauftakt verlief nun holprig. In rund vier Wochen stehen bereits die nächsten Quartalszahlen und damit der Blick auf das Gesamtjahr an. Zudem wird Anleger brennend der Ausblick des Vorstandes auf 2026 interessieren.

Europäische Bankaktien hatten 2025 ein Ausnahmejahr: Der Branchenindex Euro-Stoxx-Banks performte mit 81,0 Prozent übermäßig stark. Die Papiere der Commerzbank lagen mit einem Plus von rund 132 Prozent auf Platz 2. Im noch sehr jungen laufenden Jahr beläuft sich die Performance jedoch auf ein Minus von drei Prozent, was den letzten Platz im Index bedeutet. Die BNP Paribas aus Frankreich führt mit 5,5 Prozent.

Neuen Schub für die Aktie könnten nicht zuletzt die für den 11. Februar erwarteten Quartalszahlen bringen. Der Analystenkonsens rechnet mit Erlösen von 3,05 Milliarden Euro im vierten Quartal 2025 nach 2,96 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn soll um rund 100 Millionen Euro auf 656 Millionen Euro zurückgegangen sein.

Auf Jahressicht soll der Erlös jedoch um rund eine Milliarde Euro auf 12,1 Milliarden Euro zugelegt haben. Der Nettogewinn soll mit 2,47 Milliarden Euro indes aufgrund des aktuellen Personalumbaus rund 200 Millionen Euro unter dem Vorjahresergebnis liegen. Im laufenden Jahr gehen die Experten aber von steigenden Erlösen (13,1 Milliarden Euro) und Gewinnen (3,41 Milliarden Euro) aus.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Anleger sollten den Blick nach vorne richten – 2025 ist aufgrund der Aufwendungen bei der Umstrukturierung des Personals ein Übergangsjahr. Wichtig wird vor allem der Ausblick des Managements und mögliche Aussagen zur UniCredit, die der größte Ankeraktionär bei der Commerzbank ist. Im Frühjahr könnte Bewegung in eine mögliche Übernahme kommen. Die Aktie bleibt für mutige Anleger interessant.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.

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