09.10.2019 Fabian Strebin

Commerzbank: Neue Details zum Umbau

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Commerzbank
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Die Commerzbank hat im September ein tiefgreifendes Umbauprogramm bekannt gegeben. Unter dem Strich sollen bis zum Jahr 2023 knapp 2.300 Jobs wegfallen und die M-Bank verkauft werden. Zudem will man die übrigen Anteile an der Comdirect erwerben und sie in die Mutter integrieren. Nun gibt es erste Details.

Aus internen Dokumenten geht laut Handelsblatt hervor, dass die Bank rund 250 Zweigstellen dichtmachen und zugleich 50 Filialen „an interessanten Lokationen neu eröffnen“ will. Der Betriebsrat wettert gegen die Pläne. Finanzkreisen zufolge sollen auch mehrere Hundert Stellen bei der Onlinetochter Comdirect wegfallen.

Auch den Vertrieb will man durch neue Arbeitsabläufe effizienter machen. Die Duisburger Telefonzentrale soll etwa stärker bei der Betreuung von Unternehmerkunden mithelfen. Dadurch soll dann der Abbau von Mitarbeitern aus letzterem Bereich ermöglicht werden. Der Vertrieb der Privatkundensparte soll ebenfalls neu aufgestellt werden. Laut Betriebsrat sollen die Bereiche Unternehmerkunden und Privatkunden deutlicher getrennt werden. Die Unternehmerkunden sollen eine eigene Niederlassungsstruktur erhalten.

Bis 2023 will die Commerzbank ihre Kosten um 600 Millionen Euro drücken. Dazu wird auch die polnische Tochter M-Bank verkauft. 

Die Commerzbank-Aktie sollte von Anlegern weiter gemieden werden. Denn ob der Konzernumbau gelingt, ist nicht ausgemacht. Und das, obwohl die Ziele nicht sonderlich ambitioniert sind. Die Eigenkapitalrendite soll bei mindestens vier Prozent liegen. Zuletzt schaffte man nicht einmal diesen niedrigen Wert. Im Durchschnitt arbeiten Banken erst ab einer Rendite von fünf bis sieben Prozent profitabel.

Deutschland befindet sich mittlerweile wahrscheinlich auf dem Weg in eine Rezession. Aufgrund des hohen Bestandes an Firmenkrediten würde das die Bank besonders schwer treffen. Denn die Anzahl der Ausfälle und fauler Kredite sollte zunehmen. Das Niedrigzinsumfeld scheint zudem auf Jahre zementiert. Daran ändert auch die jüngste Einführung des Staffelzinses für Bankeinlagen bei der EZB nichts.

Commerzbank (WKN: CBK100)