Lithium-Rallye steht kurz bevor – so profitieren Sie!
Foto: Shutterstock
20.03.2020 Fabian Strebin

Commerzbank hält an Dividende und mBank-Verkauf fest

-%
Commerzbank

Die Ereignisse überschlagen sich derzeit an der Börse. Mehrere Unternehmen haben bereits Dividenden gekürzt und gestrichen, Hauptversammlungen wurden abgesagt. Die Commerzbank hält aber nach Aussage des Vorstandes an der bisherigen Strategie fest.

„Im Moment gehen wir davon aus, dass wir die Dividende für 2019 zahlen werden“, sagte Finanzchefin Bettina Orlopp am Donnerstag bei einer Branchenkonferenz in London, so die Nachrichtenagentur Reuters. Letztlich werde aber die Hauptversammlung darüber entscheiden, die nach bisherigen Plänen im Mai stattfinden soll. Im Februar hatte die Commerzbank angekündigt, für 2019 eine Dividende von 15 Cent je Aktie zu zahlen – 5 Cent weniger als im Vorjahr. Die Ausschüttung von 15 Cent entspricht beim aktuellen Kurs einer Rendite von 4,4 Prozent.

Commerzbank sieht sich gut gerüstet

Finanzchefin Orlopp sagte außerdem zur Gesamtsituation der Bank: „Wir hatten eine sehr gesunde Kapitalposition Ende 2019. Das ist eine gute Ausgangsposition für die jetzige Situation“, sagte Orlopp. Man sei zudem gut in das Jahr gestartet. „Die ersten zwei Monate waren sehr gut – sowohl auf der Ertrags- als auch auf der Risikoseite.“

Anstieg der Rückstellungen in Q2 und Q3 erwartet

Auch im März rechnet die Finanzchefin nicht mit einer hohen Risikovorsorge für faule Kredite. Rückstellungen für faule Kredite wegen der Coronakrise würden wohl erst im zweiten und dritten Quartal anfallen, deren Höhe lasse sich aber nicht beziffern. Viel hänge davon ab, wie effektiv die Hilfsprogramme der Bundesregierung für Unternehmen und Selbständige seien. Ende 2019 belief sich die Risikovorsorge für Kreditausfälle bei 620 Millionen Euro.

Vorstand hält an mBank Verkauf fest

Trotz Corona-Krise ändert die Commerzbank auch Ihre Strategie bei der polnischen Tochter mBank nicht. Bereits vor der Pandemie gab es hier nach Medienberichten wenig potenzielle Käufer. CFO Orlopp bekräftigte auch hier, dass man weiterhin einen Verkauf plane, aber nur zum richtigen Preis. Bereits vor Wochen sagte Frau Orlopp, dass die Commerzbank notfalls nicht auf eine Veräußerung angewiesen sei.

DER AKTIONÄR zweifelt, ob die Commerzbank die Dividende zumindest in der vorgeschlagenen Höhe ausschütten kann. Die Commerzbank ist besonders von den derzeitigen Liquidtitätsproblemen bei Selbständigen, Kleinen und mittleren Unternehmen betroffen, da in diesem Bereich zuletzt viele Kredite vergeben wurden.

Auch wenn die Aktie wieder deutlich über die Marke von drei Euro gestiegen ist, sollten Anleger trotzdem aufgrund der hohen Unsicherheit nicht bei dem Unternehmen zugreifen.

Buchtipp: Die Geschichten des Geldes

Spekulationsblase am Neuen Markt, Bankenkrise 2008 und griechische Schuldenkrise – lauter Themen, die die Finanzmärkte bewegten und bewegen. Doch wer einen Schritt zurücktritt und das große Bild sieht, bemerkt: So neu ist das alles gar nicht! Die Geschichte gibt wertvolle Hinweise zum Verständnis der Gegenwart. Dass sich Geschichte wiederholt, zeigen die beiden Autoren anhand vieler Geschichten des Geldes. Infl ation, Deflation, Abwertung, irrationalen Überschwang, Bankenpleiten und -rettungen gab es immer schon: im Spanien des 16. Jahrhunderts, im Großbritannien des 17. Jahrhunderts, im Frankreich des 18. Jahrhunderts und in den USA des 19. Jahrhunderts. Lehr- und anekdotenreich vermitteln die Autoren gewissermaßen nebenbei ein tiefes Verständnis für die Ursprünge des Finanzsystems – und damit auch für seine aktuellen Kapriolen. So zeigt sich: Der Weg von der Kaurischnecke zur Kreditklemme ist nicht weit.
Die Geschichten des Geldes

Autoren: Vaupel, Michael Kaul, Vivek
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 15.04.2016
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-327-0