Einstiegschance – bei diesen 11 Top-Aktien
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05.08.2020 Thomas Bergmann

Allianz weiter ohne Prognose – Aktie jetzt verkaufen?

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Allianz

Wegen der Corona-Pandemie hat der Münchner Versicherer erwartungsgemäß weniger verdient als im Jahr zuvor. Das operative Ergebnis fiel aber besser aus als von den Marktteilnehmern erwartet; überzeugend ist weiter die Kapitalausstattung des Konzerns. Etwas überraschend und enttäuschend für die Anleger verzichtet Allianz-Chef Oliver Bäte weiter auf eine neue Prognose für das laufende Geschäftsjahr. 

Im zweiten Quartal fiel das operative Ergebnis um 18,8 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.Wie DER AKTIONÄR berichtete, hatten die Analysten mit 2,43 Milliarden gerechnet. Der Nettogewinn ging um 28,6 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zurück. Das Ergebnis je Aktie betrug 3,71 Euro und lag in line mit der Konsensschätzung.

"Die Pandemie bleibt weiterhin eine Herausforderung für alle Branchen. Dennoch hat die Allianz in den ersten sechs Monaten des Jahres robuste Ergebnisse erzielt und eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gezeigt", sagte Vorstandsvorsitzender Oliver Bäte. "Das macht uns zuversichtlich, dass wir auch in der zweiten Jahreshälfte 2020 stabile Geschäftsergebnisse sehen werden." Zu einer neuen Jahresprognose wollte sich der Manager aber dann doch nicht hinreißen lassen.

Sein Finanzchef Giulio Terzariol ergänzte: "Die Auswirkung von Covid-19 auf den Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung war im zweiten Quartal 2020 ausgeprägter, aber unser Geschäft hat sich hinsichtlich des Umsatzwachstums als belastbar erwiesen". Er sei auch zufrieden mit der Qualität des Umsatzes im Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung. Dies zeige sich an der robusten Neugeschäftsmarge "Unsere operative Profitabilität bleibt stark und wird durch unsere aktiven Maßnahmen zum Risikomanagement gut unterstützt", so der CFO

Das Ergebnis im Bereich Asset Management ging etwas stärker als erwartet um 5,7 Prozent zurück. Nach Abflüssen von 46 Milliarden Euro im ersten Quartal verbuchte die Sparte im zweiten wieder Nettomittelzuflüsse in Höhe von rund 26 Milliarden Euro.

Allianz (WKN: 840400)

Die Allianz-Zahlen sind grundsätzlich gut, etwas enttäuschend ist allerdings die fehlende Jahresprognose. Dementsprechend gab es auch kein Wort zum Thema Dividende. Kurzfristig könnte der Aktie damit der Impuls fehlen, besser als der Gesamtmarkt abzuschneiden. An den positiven langfristigen Aussichten ändert sich damit aber nichts.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Allianz.

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