22.11.2013 Thomas Bergmann

Goldpreis: Goldbulle Paulson rät von Goldinvestment ab

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UBS Knock-Out GLD
Trendthema

Hat Milliardär John Paulson endgültig das Vertrauen in Gold verloren. Der als Goldbulle bekannte Milliardär hat am Donnerstagabend seinen Kunden mitgeteilt, dass er derzeit kein weiteres Geld in seinen Goldfonds investieren würde. Zudem sind die Analysten so bearish wie noch nie für das Edelmetall.

63 Prozent Minus

Auf der Jahreshauptversammlung seiner Investmentfirma riet Paulson von weiteren Goldinvestments im Moment ab. Es sei nicht abzusehen, wann die Inflation sich beschleunige. Eine Person, die nicht namentlich genannt werden wollte, sagte, dass Paulsons Fonds PFR Gold Fund in diesem Jahr bereits 63 Prozent verloren hätte.

Skeptische Analysten

Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass von 31 Goldanalysten, die von Bloomberg News regelmäßig zu Gold befragt werden, 19 in der nächsten Woche mit fallenden Kursen rechnen. Lediglich neun Experten erwarten steigende Notierungen. Dies sei der höchste Anteil von Bären seit dem 21. Juni.

Einige Investoren würden das Vertrauen in Gold als sicheren Hafen verlieren. Darüber hinaus herrschten Bedenken, dass die US-Notenbank mit dem "Tapering" das Risiko einer steigenden Inflation eindämmen würde. Gegen Gold spreche ferner, dass der US-Dollar stark bleiben sollte, so Rohstoffexperte Andrey Kryuchenkov von VTB Capital.

Short-Signal erfolgt

DER AKTIONÄR hatte empfohlen, bei einem Goldpreisrutsch unter 1.252 Dollar den Turbo-Put mit der WKN UA2 4V5 zu kaufen. Dieses Verkaufssignal ist mittlerweile erfolgt, der Kaufpreis für den Schein lag bei 21,33 Euro.