18.01.2017 Thomas Bergmann

Yellen, Trump, Draghi - wer befreit den DAX aus seiner Lethargie?

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DAX
Trendthema

Die deutschen Anleger haben sich am Mittwoch wieder etwas aus der Deckung getraut, doch rechte Kauffreude will in Frankfurt nicht aufkommen. Kurz nach Handelseröffnung an der Wall Street - hier geht es leicht bergab - pendelt der DAX etwa 30 Punkte oberhalb des Vortagesschlusskurses. Einige Anleger warten mit Spannung auf eine Rede Janet Yellens am Abend, andere wiederum sehnen die EZB-Entscheidung am Donnerstag herbei. Alles überschattet wird aber von der Amtseinführung Donald Trumps am Freitag.

Die Marktteilnehmer sind gespannt darauf, wie die Wirtschaftspläne des Republikaners konkret aussehen werden. Nach seinem überraschenden Wahlsieg hatte die Wall Street in der Hoffnung auf einen Wirtschaftsboom eine Rekordrallye hingeleg und ist damit weit in Vorleistung gegangen. Jetzt muss Trump liefern - bei seiner ersten Pressekonferenz nach der Wahl vergangene Woche enttäuschte er, weshalb auch die Märkte seitdem etwas schwächer tendieren.

Erst Yellen, dann Draghi

Vorher, genauer gesagt heute Abend, spricht Fed-Chefin Janet Yellen auf einem Symposium über die Ziele der US-Geldpolitik. Das Gros der Anleger rechnet mit drei Zinsschritten im Jahr 2017, zumal die amerikanische Wirtschaft gut läuft und der Arbeitsmarkt sich auf Vollbeschäftigungsniveau befindet.

Während die Fed die Zügel straffer ziehen wird, ist die EZB weiter mit Gelddrucken beschäftigt. Am morgigen Donnerstag steht die nächste turnusmäßige Sitzung der europäischen Notenbanker an: Experten gehen nicht davon aus, dass der Rat irgendwelche geldpolitischen Veränderungen vornehmen wird. Hinweise auf die mittelfristige Zukunft erhoffen sich die Börsianer dennoch.

Enge Handelsspanne

Der DAX befindet sich weiterhin in einer engen Schiebezone, die von 11.400 bis 11.700 Punkte reicht. Es ist zu hoffen, dass sich in dieser Woche diese Konsolidierungsformation nach oben auflöst, da sonst die Gefahr eines deutlichen Rücksetzers stark zunimmt. Nachrichten wird es ausreichend geben. Wer im DAX-Turbo mit der WKN DGH2BL investiert ist, lässt die Gewinne laufen.