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03.01.2020 Nikolas Kessler

Wirecard-Aktie: Vom größten Verlierer 2019 zum Top-Gewinner

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Wirecard

Die Aktie von Wirecard hat das Jahr 2019 mit einem Minus von rund 19 Prozent als größter Verlierer im DAX beendet. Der erste Handelstag des neuen Jahres fiel dafür umso fulminanter aus und auch am Freitagvormittag erobert das Papier des Zahlungsabwicklers im schwachen Gesamtmarkt die Pole Position im Leitindex.

Unterstützt von steigender Risikofreude, Konjunkturoptimismus in China und den jüngsten Äußerungen von Vorstandschef Markus Braun hatte die Wirecard-Aktie am Donnerstag bis zu sieben Prozent zugelegt. Am Ende des ersten Handelstags 2020 lag das Plus bei rund 4,5 Prozent. Damit zählte sie im freundlichen Gesamtmarkt zu den größten Gewinnern.

Wegen der Zuspitzung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran steht der Aktienmarkt am Freitag unter deutlich schlechteren Vorzeichen, doch auch in diesem Umfeld schlägt sich die Wirecard-Aktie ordentlich: Während der DAX rund eineinhalb Prozent nachgibt, notierte sie zeitweise als einziger Gewinner moderat im Plus.

Leerverkäufer wird etwas vorsichtiger

Das starke Momentum, mit dem die Wirecard-Aktie ins neue Jahr startet, macht offenbar auch Eindruck auf die Shortseller. Wie aus dem Bundesanzeiger hervorgeht, hat der New Yorker Hedgefonds Coatue Management seine Netto-Leerverkaufsposition am 2. Januar von 0,86 Prozent auf 0,73 Prozent gesenkt.

Netto-Leerverkaufspositionen Wirecard AG
Bundesanzeiger

Sollte sich der Kursanstieg fortsetzen, dürften weitere Leerverkäufer kalte Füße bekommen – vor allem dann, wenn die Ergebnisse der Bilanz-Sonderprüfung wie von CEO Braun angedeutet früher als bislang erwartet vorliegen und der Zahlungsabwickler damit seine weiße Weste unter Beweis stellen kann. 

Wirecard (WKN: 747206)

Gelingt es Wirecard in diesem Jahr, die hartnäckigen Bilanz-Vorwürfe der Financial Times abzuschütteln und den Fokus wieder auf das starke operative Geschäft zu lenken, hat die Aktie Potenzial für eine kräftige Erholungsrallye. Eine Wette darauf sollten allerdings nur mutige Anleger eingehen.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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