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03.02.2019 Börsen. Briefing.

Wirecard-Aktie: Achtung! Neue Details am Montag – Wirecard geht in die Offensive

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Wirecard

Horror-Woche für Wirecard-Aktionäre: Zwei Berichte in der Financial Times ließen den Kurs der Wirecard-Aktie regelrecht implodieren, drückten ihn um über 40 Prozent ins Minus. Die Vorwürfe wiegen schwer. Die Dementis sind knallhart. Schon heute ist klar: Zu Beginn der neuen Woche drohen weitere Turbulenzen. Immerhin: Dieses Mal treffen Sie den Markt nicht unvorbereitet. 

Nur noch wenige Stunden, bis der Computerhandel an der Börse Frankfurt wieder beginnt. Nachdem die Aktie von Wirecard in der zurückliegenden Woche aufgrund heftiger Turbulenzen zwischenzeitlich vom Handel ausgesetzt wurde, ist auch am Montag mit Kurskapriolen zu rechnen. Die Atempause – mit Ende des Wochenendes ist auch sie vorbei. Investierte wie nicht investierte Anleger (auch sie sind betroffen) sollten sich einen Termin fett im Tageskalender anstreichen: Um 13 Uhr mitteleuropäischer Zeit wird Wirecard eine Telefonkonferenz zu den "Vorkommnissen am Kapitalmarkt" abhalten. Es ist damit zu rechnen, dass den harten Dementis von vergangener Woche ebenso harte Worte folgen werden. Es gibt jedoch ein "aber"… 

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Die Glaubwürdigkeit von Wirecard hat offenbar gelitten. Das erste Dementi (veröffentlicht am Donnerstag) zeigte keine große Wirkung. Am Freitag dann verpuffte das zweite als Reaktion auf den zweiten Artikel in der Financial Times vollkommen. Zwar erholte sich die Aktie im nachbörslichen Handel nach Xetra-Schluss von 108,50 auf 115,55 Euro (Handelsplatz Tradegate) – dennoch ist ein Verlust von über 20 Prozent stehen geblieben.

Große Verunsicherung

In ihrem ersten Artikel hat die Financial Times wissen lassen, man habe viel belastendes Material gegen Wirecard vorliegen. Dass der zweite Bericht bereits am Freitag erschienen ist, überraschte die Marktteilnehmer. Stand heute weiß keiner (außer der FT), wie viele Berichte noch folgen könnten. Eine Nachfrage des Börsen.Briefing. beim verantwortlichen Redakteur Dan McCrum, wie man das Dementi der Wirecard AG werte, ergab eine klare Antwort: „Wir stehen zu unserer Geschichte und zur Integrität unserer Berichterstattung.“ Wirecard hatte die Artikel zuvor als „ungenau, irreführend und diffamierend“ zurückgewiesen. Eine Nachfrage bei der Gesellschaft, ob dem Unternehmen die in der FT zitierte Präsentation mit dem Titel „Project Tiger Summary“ bekannt sei, blieb bisher unbeantwortet. Auch in der entsprechenden Mitteilung des DAX-Unternehmens wird darauf nicht eingegangen. In der zweiten Aussendung am Freitag heißt es immerhin, dem Vorstand sei anders als die FT berichte „am 8. Mai 2018 keine Präsentation zu der angeblichen Angelegenheit vorgelegt“ worden.

Wirecard geht in die Offensive

Bisher hat die Financial Times mit ihren Berichten die Wirecard AG vor sich hergetrieben. Die Verantwortlichen haben in beiden Fällen reagiert. Jetzt gehen sie am Montag mit ihrer Telefonkonferenz selbst in die Offensive. Gesetzt den Fall: Die FT veröffentlicht zuvor keinen weiteren Artikel.

 

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