Gute Nachrichten für Firmen wie Lufthansa und TUI: Die Ölpreise schwächeln weiter. Noch am Dienstag war der Preis für Brent-Öl zwischenzeitlich auf knapp 108 Dollar gestiegen, bevor eine deutliche Korrektur einsetzte. Mittlerweile liegt der Brent-Preis bei 96 Dollar, WTI notiert sogar aktuell unter der Marke von 90 Dollar.
Als Grund für die Schwäche wurden am Markt vor allem höhere Ausfuhren Saudi-Arabiens genannt. Denn das Land hat den Betrieb seiner Ost-West-Pipeline weiter ausgeweitet. Über die wichtige Ausweichroute werden inzwischen mindestens 3,5 Millionen Barrel Rohöl pro Tag zum Roten Meer transportiert. Das entspricht etwa der Hälfte der gesamten Leitungskapazität, berichtete Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.
Nach Einschätzung von JPMorgan-Analysten um Natasha Kaneva lagen die durchschnittlichen Rohölexporte aus dem Nahen Osten in den vergangenen zehn Tagen bei 17,5 Millionen Barrel pro Tag. Damit seien rund 98 Prozent des Vorkriegsniveaus wieder erreicht worden.
Zusätzliche Unruhe brachten zuletzt mögliche Einschränkungen bei den US-Diesel-Exporten. Die Regierung von Präsident Donald Trump prüft diesen Schritt, um den starken Anstieg der Dieselpreise auf dem heimischen Markt zu bremsen. Derartige Eingriffe könnten die internationalen Handelsströme verändern und die Schwankungen am Ölmarkt weiter verstärken.
Großer Kostenblock bei TUI und Lufthansa
Dauerhaft niedrigere Ölpreise würden natürlich viele Unternehmen rund um den Globus deutlich entlasten. Besonders stark würden davon aber natürlich Reisekonzerne wie Lufthansa oder TUI profitieren. Bei der Kranich-Airline ist dieser Kostenblock mit voraussichtlich 8,7 Milliarden Euro der größte im Konzern (mehr dazu lesen Sie hier).
Mutige können bei der günstig bewerteten TUI-Aktie weiterhin zugreifen. Der Stoppkurs sollte bei 6,25 Euro belassen werden.
Die Anteilscheine der Lufthansa befinden sich aktuell nicht auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR, sollten aber auf der Watchlist belassen werden.
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