09.01.2020 Marion Schlegel

Wer hätte das gedacht: Deutsche Bank Top-Gewinner – Merck KGaA dicht auf den Fersen

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Merck
Trendthema

Die Aktie der Deutschen Bank hat in den vergangenen Wochen eine enorm starke Aufholbewegung gezeigt. Im Ein-Monatsvergleich liegt die Aktie fast 18 Prozent in Front und ist damit der stärkste Wert im DAX. Auch im Wochenvergleich ist die Deutsche Bank mit plus 11,1 Prozent der mit Abstand beste Wert im DAX. Auf Platz zwei folgt aber bereits die Aktie von Merck KGaA mit einem Zugewinn von 5,6 Prozent. Heimlich still und leise hat der Wert zuletzt wieder Fahrt aufgenommen. Am heutigen Donnerstag gewinnt die Aktie von Merck erneut 1,2 Prozent auf 112,65 Euro. Damit ist der Aktie der charttechnische Ausbruch über das Novemberhoch 2019 gelungen. Selbst das Allzeithoch, das im Jahre 2017 bei 115,20 Euro markiert wurde, ist mittlerweile wieder in greifbare Nähe gerückt.

Der Darmstädter Technologie- und Pharmakonzern hat zum Jahresstart einen optimistischen Ausblick auf den globalen Halbleitermarkt gegeben. "Ich habe keine Glaskugel, aber ich weiß, dass die weltweite Datenmenge exponentiell wächst, aktuell mit 30 Prozent, und dazu braucht es Chips. Wir gehen davon aus, dass wir 2020 die Trendwende auf dem Halbleitermarkt sehen", sagte Merck-Chef Stefan Oschmann der "Euro am Sonntag". Merck hatte erst im Herbst den US-Halbleiterhersteller Versum für 5,8 Milliarden Euro übernommen.

Merck (WKN: 659990)

Mit Versum habe Merck wesentliche Lücken im Portfolio geschlossen und decke nun alle Stufen der Chipherstellung ab, sagte Oschmann und verteidigte gleichzeitig den Kaufpreis, der zu einem deutlichen Anstieg der Verschuldung geführt hat. "Wir haben das 13fache des operativen Gewinns gezahlt. Im Pharmabereich hätten wir das 20- oder 25fache gezahlt. Wir haben zu einem Zeitpunkt gekauft, zu dem der Halbleiter-Index relativ günstig war. Seither ist er wieder um 30 Prozent gestiegen."

Seit der Empfehlung des AKTIONÄR liegt das Papier von Merck mittlerweile knapp 17 Prozent im Plus. Anleger bleiben mit einem Stopp bei 90 Euro investiert.

(Mit Material von dpa-AFX)