16.01.2019 Jochen Kauper

VW und Ford: Milliarden für selbst fahrende Autos und Elektroantriebe

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Volkswagen
Trendthema

Die Allianz steht: VW und Ford wollen ab 2022 gemeinsam Transporter und mittelgroße Pick-ups entwickeln. Klar ist: Die neuen Herausforderungen der Auto-Welt der Zukunft benötigen viel Geld. Deshalb sprechen beide Konzerne auch über eine Zusammenarbeit in Sachen Elektromobilität, autonomes fahren und bei Mobilitätsdiensten.

Für viele Experten ist es der richtige Schritt. Der Umbruch in der Autoindustrie weg vom Verbrennungsmotor hin zu neuen Antriebsformen wie zum Beispiel der Elektromobilität oder dem Wasserstoffantrieb erfordern große finanzielle Anstrengungen. Gut möglich auch, dass der eine oder andere Autobauer den Swing nicht hinbekommen und auf der Strecke bleiben wird.

Über eine Zusammenarbeit zwischen BMW und Daimler wird auch bereits seit Wochen diskutiert. VW-Chef Herbert Diess machte deutlich, dass es Überlegungen gebe, ob VW seine bisherigen Erfahrungen in Sachen autonomes Fahren mit denen der Ford-Tochter Argo zusammenlegen könnte.

Neue Ära?

Ford-Chef Hackett sagte, die Allianz sei ein Ereignis, das die Industrie verändern werde: "Sie wird es uns darüber hinaus ermöglichen, die neue Ära der Mobilität mit zu prägen." Der Markt für selbstfahrende und Elektroautos forme sich gerade erst, erklärte er die abwartende Haltung zu gemeinsamem Projekten.

Zusammen haben beide Unternehmen 2018 insgesamt rund 1,2 Millionen leichte Nutzfahrzeuge abgesetzt. Damit wäre die Allianz laut VW die branchenweit volumenstärkste Zusammenarbeit in dem Segment.

 

 

Neues Puzzleteil
Der Deal mit Ford geht in die richtige Richtung. Der Umbau von Volkswagen geht voran. VW-Chef Herbert Diess fügt nach dem Zukauf von WirelessCar, der Partnerschaft mit Microsoft sowie Baidu, der Energietochter Elli das nächste Puzzleteil hinzu. Bereits der Deal mit SK Innovation war ein wichtiges Signal.

 

 

Strategie ist richtig
Seit mehreren Wochen tendiert die VW-Aktie seitwärts. Mehrmals ist das Papier an der 90-Tage-Line gescheitert. Diese verläuft aktuell bei rund 146,19 Euro. Erst mit dem Ausbruch über diese Marke ergibt sich ein neues Kaufsignal. Anleger sollten dieses Szenario abwarten. Die Position kann aufgestockt werden, sofern die Aktie die wichtige 200-Tage-Linie bei 151,66 Euro knackt. Unterstützung nach unten bietet die Marke von 138,22 Euro. Der Stoppkurs bleibt bei 134,50 Euro.