29.05.2019 Thomas Bergmann

Volle Härte von Trump gefordert - DAX wegen Handelskrieg in großer Not

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Der ehemalige Berater von Donald Trump, Steve Bannon, fordert vom US-Präsidenten ein rigoroses Vorgehen im Handelsstreit. Der Westen müsse den Chinesen den Zugang zum Kapitalmarkt und zu Technologien verwehren beziehungsweise an Bedingungen knüpfen, dann würde Peking schnell einlenken. Wegen des ungelösten Handelsstreits notiert der DAX am Dienstag deutlich im Minus.

"Er muss den Weg bis zum Ende gehen. Das ist kein Handelskrieg, das ist ein Wirschaftskrieg, den sie (China, Anm. d. Red.) gegen den Westen betreiben", sagte Bannon in einer Rede in Kasachstan. Trump müsse unbedingt den großen chinesischen Tech-Firmen die Stirn bieten.

Nächster Haushaltsstreit mit Italien?

Neben dem schier unendlichen Handelsstreit belastet eine mögliche Konfrontation zwischen der italienischen Regierung und der EU-Kommission den deutschen Aktienmarkt. Der italienische Vizeregierungschef Salvini goss mit der Aussage, dass man mit aller Kraft gegen die EU-Haushaltsregeln kämpfen werde, erneut Öl ins Feuer.

Aufwärtstrend gebrochen

Aus technischer Sicht sollten bei jedem DAX-Investor die Alarmglocken schrillen. Mit der Eröffnung reißt der DAX gleich mehrere Unterstützungen. Die wichtigsten sind 12.000-Punkte-Marke und 50-Tage-Linie. Sollte die Auffanglinie bei 11.854 durchbrochen werden, kann es richtig ungemütlich werden.

In diesem Fall dürften die beiden Gaps von Ende März beziehungsweise Anfang April geschlossen werden. In diesem Umfeld würde der DAX wohl auch die 200-Tage-Linie bei etwa 11.630 testen.

Ausgestoppt!

DER AKTIONÄR hatte eine Long-Position auf den DAX laufen. Diese ist heute Morgen ausgestoppt worden. Alle Details dazu haben unsere Abonnenten per E-Mail erhalten.