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26.03.2020 Jochen Kauper

Volkswagen: Schwieriges Jahr? Von wegen…

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Volkswagen Vz.

Volkswagen könnte in China bis zum “Frühsommer“ so viele Fahrzeuge verkaufen wie vor der Coronavirus-Pandemie, sagte Jürgen Stackmann, Vertriebsvorstand der Marke VW, im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der Konzern ist gut positioniert, Der Umbau Richtung Elektromobilität wird von Volkswagen-Chef Herbert Diess so konsequent wie von keinem anderen europäischen Automobil-Hersteller angegangen. Die Aktie ist für Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont attraktiv.

Im Februar, auf dem Höhepunkt der Corona-Krise in China, brachen die Auto-Verkäufe um 80 Prozent ein. Für März liegen die Auslieferungen schon wieder über den Erwartungen - mit etwa 60% des Vorjahres. Ein erster Lichtblick. Für April rechnet Volkswagen sogar bereits wieder mit einem Niveau von 80%, und vom Frühsommer an könnte der Stand des Vorjahres wieder erreicht werden, gibt sich VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung optimistisch. Zur ERinnerung: China ist der wichtigste Absatzmart für VW. Jedes vierte Auto verkauft der Konzern mittlerweile im Reich der Mitte.

Universität St. Gallen

Beherztes eingreifen

„In China wird durch beherztes Eingreifen der Staatsregierung sicher der Wachstumspfad schneller erreicht als in USA oder Europa. Aber auch dort wird nur mit Wasser gekocht. Es gibt nicht „den“ Schalter, der nach dem Einbruch über Nacht das Sozialprodukt wieder in die Ausgangslage bringt“,  sagt Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer gegenüber DER AKTIONÄR.

Cash-Cow Verbrennungsmotor gehört der Vergangenheit an

Die Corona-Krise trifft die Automobil-Hersteller doppelt. Daimler, BMW und Volkswagen müssen die Transformation von der Cash-Cow, dem Verbrennungsmotor, hin zur Elektromobilität stemmen. Neue Mobilitätsdienste müssen her und hohe Investitionen in selbst fahrende Autos müssen geschultert werden, um den Anschluss an Tesla und Waymo nicht zu verlieren.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

Best-Case noch möglich

Dennoch besteht nach wie vor die Möglichkeit, dass die Corona-Krise in zwei bis drei Monaten zwar nicht vom Tisch, aber beherrschbar ist. Es gilt, von China zu „lernen“. Im Reich der Mitte wurde die Produktion bereits wieder hochgefahren. Deutschland ist auf der Zeitachse rund vier bis fünf Wochen hinter China. Sollte dann die Produktion bei Daimler, BMW und Volkswagen wieder anlaufen, so könnte der Worst-Case verhindert werden. Langfristig ist Volkswagen gut aufgestellt. Neueinsteigern bieten Kurse zwischen 100 Euro und 105 Euro langfristig ein durchaus attraktives Chance-Risiko-Verhältnis. Zur Absicherung der Position sollte ein Stopp bei 85,00 Euro platziert werden.


(Mit Material von dpa-AFX).