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18.03.2021 Jochen Kauper

Volkswagen nicht zu stoppen: Wie viel Potenzial steckt noch in der Aktie des Automobil-Herstellers?

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Volkswagen Vz.

Die VW-Aktie ist nicht zu stoppen. Der „Power Day“ am Montag war ein voller Erfolg. Das Ziel: VW will bis 2025 zum größten Elektroauto-Hersteller der Welt aufsteigen und das mit einer operativen Rendite von 7 bis 8 Prozent. Ergebnis: Mehr und mehr Analysten korrigieren ihre Kursziele nach oben….


VW kündigte an, in Europa bis 2030 mit Partnern sechs "Gigafabriken" für die Batteriezellproduktion hochziehen zu wollen und die Produktionskapazität so auf zusammen 240 Gigawattstunden jährlich zu erhöhen.

Zur Batteriefertigung, die VW im Wettbewerb mit Tesla ausbauen will, meinte Entwicklungschef Thomas Ulbrich, man sei "gut positioniert".

volkswagenag.com

Ähnlich sieht das Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut. Dudenhöffer hebt dabei nicht nur den VW-Partner Northvolt hervor.

"VW setzt mit seinem Partner QuantumScape ab 2025 auf die Zukunftsbatterie der Festköperzelle oder Solid State Battery. Zukunftsweisend, was da Frank Blome, der Leiter des Geschäftsfeld Batteriezelle, angekündigt hat."

Ferdinand Dudenhöffer, CAR-Institut

„VW setzt mit seinem Partner QuantumScape ab 2025 auf die Zukunftsbatterie der Festköperzelle oder Solid State Battery. Zukunftsweisend, was da Frank Blome, der Leiter des Geschäftsfeld Batteriezelle, angekündigt hat. Landauf-, landab wird ja von vielen Zweifel am Durchbruch bei der Solid-State-Battery bis 2030 gestreut. VW scheint mit den Erkenntnissen seines Partnern QuantumScape da berechtigten Optimismus zu haben. Wenn es VW gelingt, als erstem Autobauer mit Solid-State zu punkten ist der Konzern Technologieführer beim Elektroauto“, sagt Auto-Experte Dudenhöffer gegenüber dem AKTIONÄR.


„Die Unified Cell bis zum Jahre 2030 in 80 Prozent der vollelektrischen Neuwagen im VW-Konzern zeigt, wie wettbewerbsfähig Elektroautos werden. Auch aus diesem Grunde macht die Audi Ankündigung viel Sinn, alle Entwicklungsarbeiten an neuen Verbrennungsmotoren sofort einzustellen", ergänzt Dudenhöffer.

QuantumScape (ISIN: US74767V1098)

Zur Erinnerung: QuantumScape ist Spezialist für Feststoffbatterien. Der Vorteil gegenüber den in den aktuellen Elektroautos von CATL, LG Chem und Samsung SDI gelieferten Lithium-Ionen-Technologie sind eine höhere Energiedichte, mehr Sicherheit und eine bessere Schnellladefähigkeit. Hinzu kommt ein deutlich niedrigerer Platzbedarf.


VW gehört zu den größten Investoren von QuantumScape. VW ist dabei in guter Gesellschaft: Neben Bill Gates zählt auch das Königreich Katar zu den Kapitalgebern von QuantumScape. Derzeit zählt die Firma rund 200 Wissenschaftler und Ingenieure, darunter auch JB Straubel. Straubel war über 16 Jahre Technik-Chef von Tesla.


Darüber hinaus erwägt VW, wegen der Rolle komplexer Assistenzsysteme, eigene Steuereinheiten zu entwerfen. "Bei den Chips überlegen wir im Konzern, wie wir mittelfristig stärker an unseren eigenen Kompetenzen arbeiten können, etwa im Design von Halbleitern für das autonome Fahren", sagte Brandstätter. "Aber das ist noch in der Prüfung."


Für Auto-Experte Dudenhöffer steht fest: VW ist der Schnellste bei der Transformation unter den klassischen Autobauern und wird Weltmarktführer bei vollelektrischen Autos werden.

Ergebnis: Nach Barclays, der NordLB und der UBS wagt sich auch die Commerzbank aus der Deckung.

Die Margen von Volkswagen können weiter steigen, schrieb Commerzbank-Analyst Demian Blumen und erhöhte die EBIT-Prognosen für 2021 bis 2022 um durchschnittlich 5 Prozent. Das Kursziel schraubte Blumen von 230 Euro auf 245 Euro nach oben.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

Nach dem starken Anstieg in den letzten Tagen ist eine Konsolidierung überfällig. Die Strategie stimmt. Die E-Autos von VW treffen den Nerv der Zeit und auch in punkto Software macht VW Boden auf die Konkurrenz gut. Mit der 20 Prozent-Beteiligung an QuantumScape hat VW ein weiteres Ass im Ärmel. Anleger geben kein Stück aus der Hand. Rücksetzer bieten Kaufchancen. VW kommt derzeit auf einen Börsenwert von 147 Milliarden Euro. Tesla bringt es auf 567  Milliarden Euro. Das Spiel kann beginnen. DER AKTIONÄR erhöht das Kursziel auf 260 Euro!