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Volkswagen, Mercedes-Benz & Co: Nach Absatzminus 2022 – Branchenverband gibt Ausblick

Volkswagen, Mercedes-Benz & Co: Nach Absatzminus 2022 – Branchenverband gibt Ausblick
Foto: iStockphoto
Mercedes-Benz Group AG -%
Marion Schlegel 11.01.2023, 06:47 Marion Schlegel

Volkswagen, Audi, Mercedes-Benz und BMW haben im vergangenen Jahr weniger Autos verkauft als im Vorjahr. An der Nachfrage lag es nicht – fehlende Halbleiter und Corona-Lockdowns in China bremsten den Absatz. Nach einem durchwachsenen vergangenen Jahr für die Autoindustrie gibt der Branchenverband VDA an diesem Mittwoch (11.00 Uhr) einen Ausblick auf 2023.

Die Volkswagen -Kernmarke VW Pkw lieferte im vergangenen Jahr weltweit 4,56 Millionen Autos aus – sieben Prozent weniger als im Jahr zuvor. "Trotz anhaltender Versorgungsengpässe haben wir 2022 ein solides Absatzziel erreicht", sagte Vertriebschefin Imelda Labbé am Dienstag. Fortschritte machte VW mit vollelektrischen Fahrzeugen: Der Verkauf stieg um ein Viertel auf 330.000 Batterieautos.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

Das laufende Jahr werde "aufgrund anhaltender Lieferengpässe bei Halbleitern weiterhin volatil und anspruchsvoll bleiben", kündigte VW an. Das Unternehmen gehe aber von einer schrittweisen Verbesserung der Versorgung und einer Stabilisierung der Produktion im weiteren Jahresverlauf aus.

Mercedes-Benz verkaufte vergangenes Jahr 2,04 Millionen Autos – trotz eines starken Schlussquartals blieben die Auslieferungen damit ein Prozent unter dem Vorjahr. Der Stuttgarter Autobauer verwies auf Corona-Maßnahmen, Engpässe in der Logistik und bei Halbleitern sowie auf die Entscheidung, den Fahrzeugexport nach Russland einzustellen. Bei den E-Autos konnte Mercedes seine Verkäufe im vergangenen Jahr verdoppeln auf rund 118.000.

Mercedes-Benz (WKN: 710000)

Die Chefin des Verbands der Automobilindustrie VDA, Hildegard Müller, will heute zu den aktuellen Themen und Herausforderungen für die Branche Stellung beziehen, wie der Verband mitteilte. Am Vortag hatten sich Vertreter der Industrie mit Bundeskanzler Olaf Scholz zu einem Spitzengespräch getroffen – unter anderem, um den weiteren Ausbau der Elektromobilität zu besprechen.

Im vergangenen Jahr kamen knapp eine halbe Million batterieelektrische Autos neu auf die Straße, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) vor einigen Tagen mitgeteilt hatte. Das waren rund ein Drittel mehr als im Jahr davor. Bis 2030 will die Bundesregierung, dass rund 15 Millionen reine Elektro-Pkw auf den Straßen unterwegs sind.

DER AKTIONÄR bleibt inbesondere für die Premiumhersteller wie Porsche AG und Mercedes-Benz zuversichtlich. Bei Volkswagen wäre der Sprung über die 200-Tage-Linie ein wichtiges Signal.

Hinweis auf Interessenkonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Mercedes-Benz, Volkswagen, Porsche AG.

Aktien der Porsche AG befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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